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Breadcrumb on Website: Mehr UX und SEO für Ihr Unternehmen

  • vor 2 Tagen
  • 12 Min. Lesezeit

Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einem riesigen, verwinkelten Kaufhaus ohne jegliche Beschilderung. Ziemlich schnell würden Sie die Orientierung verlieren, oder? Genau dieses Gefühl verhindert eine gute Breadcrumb-Navigation auf einer Website. Sie ist im Grunde ein digitaler Wegweiser, der Ihren Besuchern immer genau zeigt, wo sie sich gerade befinden.


Was sind Breadcrumbs und warum braucht sie fast jede Website?


Der Name „Breadcrumb“ (Brotkrume) ist eine direkte Anspielung auf das Märchen von Hänsel und Gretel, die Brotkrumen im Wald verstreuten, um ihren Weg nach Hause wiederzufinden. Auf einer Website funktioniert das ganz ähnlich: Jeder Klick in eine tiefere Ebene hinterlässt eine Spur, die den Pfad von der Startseite bis zur aktuellen Seite nachzeichnet.


Eine Person hält ein Tablet mit der Webseite 'Digitaler Kompass' in einem modernen Raum mit Fensterfront und Sofa.


Diese Navigationsleiste, meist unauffällig am oberen Seitenrand platziert, ist weit mehr als nur ein nettes Gimmick. Sie ist ein zentrales Element für eine gute User Experience (UX), also das Nutzererlebnis.


Der rote Faden im digitalen Labyrinth


Eine Breadcrumb-Navigation gibt Nutzern auf den ersten Blick Kontext. Sie beantwortet sofort die Frage: „Wo bin ich hier eigentlich?“ Gleichzeitig erlaubt sie es, mit nur einem Klick wieder eine oder mehrere Ebenen nach oben zu springen, ohne umständlich den „Zurück“-Button im Browser bemühen zu müssen.


Gerade bei Websites mit einer tiefen Seitenstruktur ist das kein Luxus, sondern eine absolute Notwendigkeit. Denken Sie nur mal an:


  • Onlineshops: Ein Kunde landet auf einer Produktseite und sieht sofort den Pfad, zum Beispiel: . So kann er einfach zu „Schuhe“ zurückkehren, um sich andere Modelle anzusehen.

  • Große Blogs: Jemand findet über Google einen Ihrer Artikel. Dank der Breadcrumbs kann er schnell zur übergeordneten Kategorie navigieren und weitere thematisch passende Beiträge entdecken.

  • Umfangreiche Unternehmensseiten: Ein potenzieller Kunde informiert sich über eine spezielle Dienstleistung und kann mühelos zum Hauptgeschäftsbereich zurückspringen, um das Gesamtangebot zu verstehen.


Eine gute Navigation gibt dem Nutzer das Gefühl von Kontrolle und reduziert Frust. Statt sich durch die Hauptnavigation zu wühlen oder mehrfach zurückzuklicken, bieten Breadcrumbs eine intuitive und kontextbezogene Abkürzung.

Dieses grundlegende Verständnis von Orientierung hilft uns überall, nicht nur im Web. Es ist dasselbe Prinzip, das einem hilft, wenn man zum Beispiel den Wohnungsmarkt Hamburg navigiert. Man braucht klare Anhaltspunkte, um nicht verloren zu gehen.


Letztendlich senkt eine durchdachte Breadcrumb-Struktur die Klickzahl, die ein Nutzer braucht, um ans Ziel zu kommen. Das wiederum verringert die Absprungrate und stärkt das Vertrauen in Ihre Seite – einfach, weil sich die Besucher nie allein gelassen fühlen.


Wie Breadcrumbs dein SEO und die Nutzererfahrung wirklich voranbringen


Laptop auf Holztisch zeigt eine Webseite mit der Überschrift 'BESSERES SEO', umgeben von Büchern und Büroartikeln.


Breadcrumbs sind weit mehr als nur eine nette Orientierungshilfe. In Wahrheit sind sie ein unglaublich wirksames Werkzeug mit doppeltem Nutzen: Sie polieren gleichzeitig deine Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf und verbessern die User Experience (UX) – zwei Bereiche, die heutzutage untrennbar miteinander verbunden sind.


Für Suchmaschinen wie Google ist eine Breadcrumb-Navigation wie eine klare Landkarte deiner Website. Der Googlebot kann die Hierarchie deiner Seiten viel leichter nachvollziehen und die Beziehungen zwischen den einzelnen Inhalten korrekt interpretieren. Jeder einzelne Link im Breadcrumb-Pfad ist ein wertvoller interner Link, der Link-Juice verteilt und die thematische Autorität deiner übergeordneten Kategorieseiten stärkt.


Der SEO-Vorteil: Bessere Struktur, mehr Sichtbarkeit


Google liebt Ordnung. Und genau die liefern Breadcrumbs. Wenn sie technisch sauber mit -Markup implementiert sind, können sie deine Sichtbarkeit in den Suchergebnissen (SERPs) direkt verbessern. Google schnappt sich diese strukturierten Daten und zeigt in den Suchergebnissen den sauberen Breadcrumb-Pfad anstelle einer kryptischen URL.


Das hat gleich mehrere handfeste Vorteile:


  • Höhere Klickrate (CTR): Suchergebnisse mit Breadcrumbs wirken einfach aufgeräumter und vertrauenswürdiger. Das animiert Nutzer eher zum Klicken.

  • Klarer Kontext: Schon vor dem Klick sehen die Leute, wo genau sie auf deiner Seite landen werden.

  • Starke interne Verlinkung: Jeder Breadcrumb-Link ist ein klares Signal an Google, wie deine Seitenarchitektur aufgebaut ist.


Natürlich sind Breadcrumbs nicht die einzige Navigationshilfe. Eine gut durchdachte Blog-Sitemap zum Beispiel hilft Suchmaschinen dabei, wirklich alle deine Inhalte zu finden, und gibt gleichzeitig den Nutzern einen perfekten Überblick.


Der psychologische Effekt für deine Nutzer


Aus Nutzersicht geben Breadcrumbs vor allem eins: Sicherheit. Sie nehmen den Leuten die kognitive Last ab, ständig überlegen zu müssen, wo sie gerade sind. Diese Klarheit sorgt für ein entspanntes Surferlebnis, was sich direkt in deinen Kennzahlen bemerkbar macht.


Eine gut sichtbare Breadcrumb-Leiste senkt nachweislich die Absprungrate. Stell dir vor, ein Nutzer landet über die Google-Suche direkt auf einer tief verschachtelten Produktseite. Ohne Breadcrumbs ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er wieder abspringt. Mit ihnen hat er einen einfachen Weg, die übergeordnete Kategorie zu erkunden. Statt die Seite zu verlassen, klickt er sich weiter durch dein Angebot und die Verweildauer steigt.


Ein Nutzer, der sich zurechtfindet, fühlt sich wohl und bleibt länger. Breadcrumbs verwandeln potenzielle Verwirrung in eine klare, kontrollierte Reise durch deine Website.

Harte Zahlen belegen das: Im Jahr 2026 sanken die durchschnittlichen Bounce-Rates in der DACH-Region durch eine verbesserte Navigation um 15 % – von 32,4 % auf 28,2 %. Daten zeigen auch, dass 95 % von 1.505 befragten Marketing-Entscheidern Online-Tools nutzen, wobei Breadcrumbs in 78 % der Fälle als Top-UX-Feature gelten. Berichten zufolge verlieren Websites ohne Breadcrumbs bis zu 40 % ihres Traffics, während Seiten mit dieser Funktion Marktanteile gewinnen.


Letztendlich führt diese einfache Orientierungshilfe zu zufriedeneren Besuchern. Ein positives Erlebnis stärkt das Vertrauen in deine Marke und kann indirekt sogar die Konversionsraten steigern, weil sich die Leute einfach sicherer fühlen, einen Kauf zu tätigen oder eine Anfrage zu stellen.


Die richtige Breadcrumb-Art für Ihre Website auswählen


Nicht alle Breadcrumbs sind gleich. Die falsche Art zu wählen, ist, als würde man jemandem eine Landkarte für die falsche Stadt in die Hand drücken – das stiftet mehr Verwirrung, als es nützt. Damit die Navigation für Ihre Besucher wirklich zum Kinderspiel wird, müssen Sie den Typ finden, der perfekt zur Struktur Ihrer Website und den Absichten Ihrer Nutzer passt.


Im Grunde genommen gibt es drei Haupttypen, von denen jeder seine eigenen Stärken hat.


1. Standortbasierte (hierarchische) Breadcrumbs


Das ist die gängigste und meistens auch die beste Variante. Sie zeigt dem Nutzer glasklar, wo genau er sich in der Hierarchie Ihrer Seite befindet, immer ausgehend von der Startseite. Jeder Link im Pfad führt eine Stufe nach oben, fast wie bei einem Familienstammbaum.


Dieser Typ ist der Goldstandard für die meisten Websites, weil er eine logische und nachvollziehbare Struktur abbildet. Er ist ideal für:


  • Unternehmenswebsites:

  • Blogs und Magazine:

  • Wissensdatenbanken:


2. Attributbasierte Breadcrumbs


Diese dynamische Form der Navigation spielt ihre Stärken vor allem in Onlineshops aus. Statt eines festen Pfades zeigen die Breadcrumbs hier die Filter oder Produktattribute an, die ein Nutzer ausgewählt hat. Sie spiegeln also die getroffene Auswahl wider und machen es super einfach, einzelne Kriterien wieder zu entfernen.


Ein klassisches E-Commerce-Beispiel macht das sofort deutlich:


Attributbasierte Breadcrumbs sind ein Muss, wenn Ihre Nutzer Produkte nach vielen verschiedenen Kriterien filtern können. Sie machen das Einkaufserlebnis viel angenehmer, da Kunden ihre Suche verfeinern oder erweitern können, ohne wieder ganz von vorne anfangen zu müssen. Hier ist die Wahl des richtigen Content-Management-Systems entscheidend. Unser Vergleich von WordPress vs. TYPO3 zeigt, welche Plattformen solche komplexen Strukturen besser meistern.


3. Pfadbasierte (verlaufsbasierte) Breadcrumbs


Diese Variante ist im Grunde genommen nichts anderes als eine visuelle Darstellung des Browserverlaufs – nur eben auf Ihrer Website. Sie zeigt die exakte Klickreihenfolge des Nutzers an, völlig unabhängig von der eigentlichen Seitenstruktur. Aus gutem Grund ist dies die am seltensten genutzte Art.


Pfadbasierte Breadcrumbs sind zwar dynamisch und für jeden Nutzer einzigartig, werden aber schnell unübersichtlich. Im Grunde doppeln sie nur die Funktion des „Zurück“-Buttons im Browser, was oft zu einer schlechten User Experience führt.

Da der Nutzen eher fragwürdig ist und sie keinen klaren strukturellen Mehrwert für SEO bieten, rate ich im professionellen Umfeld meistens von ihrer Verwendung ab.


Vergleich der Breadcrumb-Arten


Um die Entscheidung zu erleichtern, hier eine direkte Gegenüberstellung der drei Typen mit ihren idealen Anwendungsfällen.


Breadcrumb-Typ

Funktionsweise

Bester Anwendungsfall

Vorteil

Standortbasiert

Zeigt die Position in der festen Seitenhierarchie.

Websites mit klarer Struktur (Blogs, Unternehmensseiten).

Schafft Orientierung und stärkt die interne Verlinkung.

Attributbasiert

Spiegelt ausgewählte Filter und Produkteigenschaften wider.

E-Commerce-Shops mit vielen Filteroptionen.

Verbessert die Produktsuche und das Einkaufserlebnis.

Pfadbasiert

Bildet den individuellen Klickverlauf des Nutzers ab.

Sehr selten; theoretisch für komplexe, nicht-lineare Prozesse.

Zeigt den exakten Weg des Nutzers (oft redundant).


Die Wahl hängt also stark von Ihrem Geschäftsmodell ab. Für die meisten Websites mit einer festen Hierarchie sind standortbasierte Breadcrumbs die beste und sicherste Wahl. Betreiben Sie hingegen einen Onlineshop mit vielen Filtermöglichkeiten, sind attributbasierte Breadcrumbs unverzichtbar, um Ihren Kunden eine intuitive Produktsuche zu ermöglichen.


Praxistipps für Design und Platzierung von Breadcrumbs


Stellen Sie sich eine gute Breadcrumb-Navigation wie einen unaufdringlichen Wegweiser vor: immer da, wenn man ihn braucht, aber nie im Weg. Ob Nutzer diese Hilfe als nützlich oder als störend empfinden, hängt stark vom Design und der richtigen Platzierung ab. Schon kleinste Details können hier den Unterschied machen.


Die goldene Regel ist ganz einfach: Platzieren Sie die Breadcrumbs immer ganz oben auf der Seite. Der ideale Ort ist direkt unter der Hauptnavigation oder dem Seiten-Header. Das hat sich als Standard etabliert, den Nutzer intuitiv erwarten – so finden sie die Navigationsleiste sofort, ohne lange suchen zu müssen.


Ein klares Design für intuitive Bedienung


Weniger ist mehr – ein minimalistisches, sauberes Design funktioniert am besten. Nutzen Sie klare Trennzeichen wie das Größer-als-Zeichen (), um die Hierarchie der Seiten unmissverständlich darzustellen. Die Schrift sollte etwas kleiner sein als der eigentliche Text, um die untergeordnete Rolle der Breadcrumbs zu betonen, aber natürlich groß genug, um alles gut lesen und anklicken zu können.


Ein ganz wichtiger Punkt: Der letzte Eintrag im Pfad, also die Seite, auf der man sich gerade befindet, sollte niemals verlinkt sein. Er dient nur als visueller Anker, um zu zeigen: „Hier bist du.“ Ein Link würde nur die aktuelle Seite neu laden und die Nutzer eher verwirren.


Bevor es ans Design geht, muss natürlich der richtige Breadcrumb-Typ gewählt werden. Die folgende Infografik zeigt einen praktischen Entscheidungsbaum, der dabei hilft.


Ein Entscheidungsbaum, der die drei Haupttypen von Breadcrumbs erklärt: Standort, Attribut und Pfad.


Man sieht hier sehr gut, dass die Wahl des passenden Typs direkt von der Struktur und dem Ziel Ihrer Website abhängt.


Mobile Optimierung und bewährte Beispiele aus der Praxis


Auf Smartphones ist der Platz natürlich begrenzt. Anstatt den gesamten, oft langen Pfad anzuzeigen, was schnell unübersichtlich wird, gibt es clevere Alternativen. Man kann zum Beispiel nur die nächsthöhere Ebene anzeigen oder den Pfad mit einer Ellipse (...) abkürzen.


Ein gutes Breadcrumb-Design ist responsiv. Es passt sich der Bildschirmgröße an und bietet so auf jedem Gerät einen echten Mehrwert, ohne die Benutzeroberfläche zu überladen.

In Deutschland sind Breadcrumbs längst zum Standard geworden. Eine Analyse zeigt, dass über 85 % der Top-Websites hierzulande solche Navigationshilfen nutzen, um ihre Besucher besser durch die Seite zu führen. Besonders für Selbstständige kann das entscheidend sein: Unübersichtliche Seiten schrecken laut einer Studie 30 % mehr potenzielle Kunden ab. Mehr dazu können Sie in den Erkenntnissen aus der Webstatistik 2023 nachlesen. Um sicherzugehen, dass Ihr Design auch wirklich funktioniert, empfiehlt es sich, praktisches User Experience Testing durchzuführen.


Die technische Umsetzung von Breadcrumbs: So geht’s richtig



Eine gut durchdachte Breadcrumb-Navigation ist eine feine Sache, aber sie ist nur die halbe Miete. Ihre volle Kraft entfaltet sie erst, wenn sie technisch sauber umgesetzt ist. Nur dann können Nutzer und Suchmaschinen die Pfade auf Ihrer Website auch wirklich klar und fehlerfrei nachvollziehen.


Die gute Nachricht: Dafür müssen Sie kein Programmier-Guru sein. Der Weg zur perfekten Implementierung lässt sich in der Regel in drei Schritten meistern, je nachdem, auf welcher technischen Basis Ihre Website steht.


Die Grundlagen: HTML und CSS


Für eine einfache, statische Website ist die Basis schnell gelegt. Man nutzt eine geordnete Liste () in HTML, die man mit dem -Tag und der Anweisung als Navigationsblock auszeichnet. Jeder Punkt im Pfad wird zu einem Listenelement (), das einen Link () enthält. Der letzte Eintrag – also die Seite, auf der man sich gerade befindet – ist logischerweise kein Link und bekommt oft die Markierung .


Ein grundlegendes HTML-Gerüst sieht dann so aus:


Mit ein wenig CSS können Sie das Ganze dann optisch aufhübschen, zum Beispiel die Trennzeichen (wie das klassische ) hinzufügen und das Design an Ihr Branding anpassen.


Integration in gängige CMS-Plattformen


Die meisten modernen Content-Management-Systeme (CMS) nehmen Ihnen zum Glück einen Großteil der Arbeit ab. Statt manuell im Code zu fummeln, greift man hier oft auf fertige Lösungen zurück.


  • WordPress: Die populärsten SEO-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math bringen eine integrierte Breadcrumb-Funktion mit. Einmal aktiviert, generiert das Plugin einen kleinen PHP-Schnipsel oder einen Shortcode. Den fügen Sie dann an der gewünschten Stelle in Ihrem Theme ein, zum Beispiel in der -Datei. Der riesige Vorteil daran: Die Breadcrumbs werden für jede Seite und jeden Beitrag dynamisch und korrekt erzeugt. Mehr Tipps zur Optimierung mit solchen Tools finden Sie übrigens in unserem Praxis-Guide zu Yoast und WordPress SEO.

  • Shopify: Viele moderne Shopify-Themes haben Breadcrumbs schon von Haus aus an Bord. Hier müssen Sie die Funktion oft nur noch in den Theme-Einstellungen aktivieren. Falls nicht, lässt sich die Logik mit Liquid, der Template-Sprache von Shopify, nachträglich in die - oder -Dateien einbauen.

  • TYPO3: Auch TYPO3 bietet standardmäßig Werkzeuge, um Breadcrumbs zu erzeugen. Über TypoScript lassen sie sich sehr fein und granular an die individuelle Seitenstruktur anpassen.


Der entscheidende Vorteil von CMS-Lösungen liegt in der Automatisierung. Einmal richtig eingerichtet, passt sich die Breadcrumb-Navigation von selbst an, wenn Sie neue Seiten erstellen oder die Struktur Ihrer Website umbauen.

Der SEO-Booster: Strukturierte Daten


Damit Google nicht nur den Text Ihrer Breadcrumbs liest, sondern die Hierarchie dahinter auch wirklich versteht, sind strukturierte Daten das A und O. Der Goldstandard hierfür ist das Vokabular von , genauer gesagt die Auszeichnung . Die empfohlene Methode, um das umzusetzen, ist JSON-LD. Das ist ein kleines Skript, das Sie einfach in den -Bereich Ihrer Seite packen.


Dieses Skript bildet den sichtbaren Pfad für Suchmaschinen in einer maschinenlesbaren Form ab und hilft ihnen, den Kontext der Seite zu verstehen.


Ein JSON-LD-Beispiel für unsere „Gaming-Laptops“-Seite könnte so aussehen:


Die legt die Reihenfolge fest, den angezeigten Text und die zugehörige URL. Der letzte Eintrag hat ganz bewusst keine -URL, da er die aktuelle Seite repräsentiert.


Sobald Sie das implementiert haben, sollten Sie das Ergebnis unbedingt mit dem Rich-Results-Test von Google prüfen. Dieses Tool zeigt Ihnen sofort, ob Google Ihre strukturierten Daten korrekt lesen und verarbeiten kann.


Typische Fehler bei Breadcrumbs – und wie Sie sie vermeiden


Eine schlecht gemachte Breadcrumb-Navigation kann mehr schaden als nützen. Statt den Nutzern den Weg zu weisen, stiftet sie nur Verwirrung und torpediert im schlimmsten Fall sogar Ihr SEO-Potenzial. Aber keine Sorge, die häufigsten Fallstricke lassen sich mit etwas Weitblick leicht umschiffen.


Der wohl größte Fauxpas ist, Breadcrumbs als Ersatz für die Hauptnavigation zu missverstehen. Sehen Sie Breadcrumbs als das, was sie sind: eine sekundäre Orientierungshilfe, eine Art "Sie sind hier"-Punkt auf der Landkarte Ihrer Website. Sie sollen das Hauptmenü sinnvoll ergänzen, es aber niemals ersetzen.


Unklare Beschriftungen und überladene Pfade


Ein weiterer Klassiker sind unklare oder ewig lange Titel im Breadcrumb-Pfad. Die Beschriftungen müssen kurz, knackig und auf den ersten Blick verständlich sein. Statt sperriger Seitentitel sollten Sie auf klare Schlüsselbegriffe setzen, die Ihre Nutzer intuitiv verstehen.


Hier sind die häufigsten Probleme und wie Sie sie direkt in den Griff bekommen:


  • Fehler 1: Die aktuelle Seite ist verlinkt. Das ist ein No-Go. Ein Klick lädt die Seite einfach nur neu und sorgt für Frust. * Lösung: Der letzte Eintrag im Pfad – also die aktuelle Seite – muss immer reiner Text ohne Link sein. Das signalisiert klar: "Hier befindest du dich gerade."

  • Fehler 2: Der Pfad folgt einer unlogischen Route. Manchmal bilden Breadcrumbs die kryptische URL-Struktur ab, statt den Weg, den ein Mensch gehen würde. * Lösung: Der Pfad muss immer die logische Hierarchie Ihrer Website widerspiegeln, nicht die technische Struktur der URLs.


Merken Sie sich: Eine Breadcrumb-Navigation soll die Denkarbeit für den Nutzer reduzieren, nicht erhöhen. Jeder Klickpfad muss so intuitiv sein, dass man nicht darüber nachdenken muss. Nur dann schafft er echten Mehrwert.

Falsche Trennzeichen und fehlendes Schema


Schon kleine Designdetails können die Nutzererfahrung trüben. Ein Schrägstrich () als Trennzeichen ist zum Beispiel keine gute Idee, weil er zu leicht mit einem URL-Pfad verwechselt wird. Bewährt hat sich hier das Größer-als-Zeichen (), das die Hierarchie klar und verständlich darstellt.


Der technisch gravierendste Fehler ist jedoch, auf strukturierte Daten zu verzichten. Ohne das Schema von schema.org tappen Suchmaschinen im Dunkeln und können den Pfad nicht richtig interpretieren. Damit verschenken Sie wertvolles SEO-Potenzial, denn die Anzeige der Breadcrumbs in den Suchergebnissen kann die Klickrate spürbar verbessern. Prüfen Sie Ihre Implementierung daher unbedingt mit dem Rich-Results-Test von Google, um sicherzugehen, dass alles korrekt ausgelesen wird.


Ihre Fragen zu Breadcrumbs – kurz und knapp beantwortet


Hier habe ich die Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Breadcrumbs für Sie zusammengefasst. So klären Sie die wichtigsten Punkte schnell und unkompliziert.


Sollte die aktuelle Seite im Breadcrumb-Pfad verlinkt sein?


Ganz klar: Nein. Die bewährte Praxis ist, die aktuelle Seite zwar als Endpunkt des Pfades anzuzeigen, sie aber nicht klickbar zu machen.


Das signalisiert dem Nutzer unmissverständlich, wo er sich gerade befindet, und verhindert Verwirrung. Ein Link auf die Seite, die man ohnehin schon geöffnet hat, würde nur zu einem unnötigen Neuladen führen – das stört das Nutzererlebnis und hat keinen praktischen Nutzen.


Braucht wirklich jede Website Breadcrumbs?


Nicht zwingend, aber die meisten profitieren enorm davon. Wirklich kleine Websites, die quasi nur aus einer Ebene bestehen – denken Sie an eine simple Landingpage oder eine digitale Visitenkarte – kommen auch ohne gut zurecht.


Sobald eine Seite aber eine gewisse Tiefe mit mehreren Ebenen hat, werden Breadcrumbs zu einem entscheidenden Werkzeug für eine gute Nutzerführung und starkes SEO. Das trifft vor allem zu auf:


  • Onlineshops mit ihren vielen Produktkategorien und Unterkategorien

  • Blogs, die in verschiedene Themenbereiche gegliedert sind

  • Umfangreiche Unternehmensseiten mit Bereichen für Produkte, Dienstleistungen oder Karrieremöglichkeiten


Als Faustregel gilt: Sobald Ihre Website eine Struktur hat, die tiefer als zwei Ebenen geht (also Startseite > Kategorie > Unterseite), schaffen Breadcrumbs einen echten Mehrwert für Ihre Besucher.

Wie füge ich Breadcrumbs in WordPress hinzu?


Am einfachsten geht das mit einem der großen SEO-Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math. Diese Tools haben die Funktionalität schon fest eingebaut und nehmen Ihnen einen Großteil der Arbeit ab.


Nachdem Sie das Plugin installiert und aktiviert haben, finden Sie in den Einstellungen einen eigenen Menüpunkt für Breadcrumbs. Dort schalten Sie die Funktion mit einem Klick an und können oft auch schon das grundlegende Aussehen anpassen. Im Anschluss erhalten Sie einen kleinen Code-Schnipsel (einen Shortcode oder eine PHP-Funktion).


Diesen Code fügen Sie dann an der passenden Stelle in den Dateien Ihres Themes ein, meist in der oder einer spezifischen Seitenvorlage. Danach erscheinen die Breadcrumbs automatisch auf allen relevanten Seiten an der von Ihnen gewählten Position.



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