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Ihr Website Relaunch Projektplan der SEO und Umsatz sichert

  • Huu Nhan Ta
  • vor 2 Tagen
  • 16 Min. Lesezeit

Ein sauber ausgearbeiteter Website-Relaunch-Projektplan ist kein Luxus, sondern das Fundament für Ihren Erfolg. Er ist Ihre strategische Roadmap, die dafür sorgt, dass Ihr Relaunch nicht im digitalen Chaos mit Traffic-Verlusten und Umsatzeinbrüchen endet, sondern Ihre Online-Präsenz auf das nächste Level hebt.


Warum ein guter Projektplan über den Erfolg Ihres Relaunchs entscheidet


Auf den ersten Blick wirkt ein Website-Relaunch oft wie eine reine Schönheitskur – ein frisches Design, moderne Bilder, neue Texte. Doch unter der Haube lauern handfeste Risiken, die ohne einen strukturierten Plan schnell zur bitteren Realität werden. Ein unkoordinierter Prozess führt fast unweigerlich zu kritischen Fehlern.


Stellen Sie sich mal vor: Ihre wichtigsten Produktseiten, die Ihnen bisher monatlich Tausende von Besuchern über Google gebracht haben, sind nach dem Relaunch plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Oder die neue URL-Struktur wurde nicht sauber per 301-Weiterleitung umgeleitet, was zu unzähligen 404-Fehlern führt und das Vertrauen Ihrer Nutzer nachhaltig zerstört. Solche Pannen sind leider keine Seltenheit, sondern die direkte Konsequenz fehlender Planung.


Die unsichtbaren Gefahren eines planlosen Relaunchs


Ohne einen detaillierten Website-Relaunch-Projektplan stochern Sie im Nebel. Die Folgen sind oft gravierend und die Reparatur teuer. Zu den häufigsten Stolpersteinen gehören:


  • Massive SEO-Rankingverluste: Ihre mühsam aufgebauten Top-Positionen in den Suchergebnissen können über Nacht pulverisiert werden, wenn technische SEO-Faktoren wie Weiterleitungen, Metadaten oder die Seitenarchitektur ignoriert werden.

  • Einbruch des organischen Traffics: Weniger Sichtbarkeit bedeutet ganz einfach weniger Besucher. Dieser Traffic-Verlust schlägt sich sofort in weniger Leads und Verkäufen nieder.

  • Schlechte User Experience (UX): Eine unlogische Navigation, quälend langsame Ladezeiten oder kaputte Formulare frustrieren Ihre Besucher und treiben sie geradewegs zur Konkurrenz.

  • Technische Pannen und Bugs: Fehler im Code, inkompatible Plugins oder Server-Probleme können die gesamte Website lahmlegen und das Vertrauen in Ihre Marke nachhaltig erschüttern.


Diese Grafik bringt die typische Abwärtsspirale auf den Punkt, die ein schlecht geplanter Relaunch in Gang setzen kann.


Diagramm zeigt Relaunch-Risiken: Rankingverlust, Traffic-Einbruch und Umsatzverlust in drei Schritten.

Die Kausalkette aus Rankingverlust, Traffic-Einbruch und Umsatzrückgang zeigt, wie eng diese Risiken miteinander verknüpft sind – und warum Vorbeugen alles ist.


Ein reales Beispiel mit drastischen Folgen


Wie verheerend die Auswirkungen sein können, zeigt ein Fall aus der Praxis. Ein deutsches mittelständisches Unternehmen verlor nach einem Relaunch mit Domainwechsel dauerhaft rund 66 % seiner Google-Sichtbarkeit. Der daraus resultierende Einbruch des organischen Traffics verursachte wöchentliche Umsatzverluste von etwa 37.000 Euro. Da die technischen Korrekturen zu spät kamen und das System zu starr war, musste das Unternehmen Anfang 2016 Insolvenz anmelden. Wenn Sie aus den Fehlern anderer lernen möchten, können Sie mehr Details zu dieser Fallstudie über die Folgen eines Relaunchs ohne SEO-Planung nachlesen.


Ein Website-Relaunch ist wie eine Operation am offenen Herzen Ihres digitalen Geschäfts. Ein präziser Plan ist das einzige Instrument, das sicherstellt, dass der Patient nicht nur überlebt, sondern danach stärker ist als zuvor.

Der Schlüssel zur Vermeidung solcher Katastrophen liegt darin, Ihre wertvollsten Seiten zu identifizieren – also genau die, die den meisten Traffic generieren und die höchsten Conversion-Raten aufweisen. Diese digitalen Kronjuwelen müssen in Ihrem Projektplan oberste Priorität haben, um finanzielle Einbußen von vornherein auszuschließen. Der Plan ist also weit mehr als nur eine Aufgabenliste; er ist Ihre Versicherung für den digitalen Erfolg.


Die Basis schaffen durch Analyse und Konzeption


Jeder wirklich erfolgreiche Website-Relaunch beginnt lange bevor die erste Zeile Code geschrieben oder ein Designentwurf das Licht der Welt erblickt. Die entscheidenden Weichen stellen Sie in der Analyse- und Konzeptionsphase. Wer diesen Schritt überspringt, baut sein Haus ohne Fundament – das kann nicht gut gehen. Hier legen Sie den Grundstein für einen datengestützten, strategischen und am Ende eben auch erfolgreichen Prozess.


Zwei Personen besprechen einen Projektplan, der auf einem Laptop und einer großen Leinwand angezeigt wird.

Alles fängt mit einer gnadenlos ehrlichen Bestandsaufnahme an. Sie müssen genau verstehen, was auf Ihrer aktuellen Seite funktioniert, was die Nutzer frustriert und wo ungenutztes Potenzial schlummert. Diese Phase ist rein analytisch und sollte frei von Wunschdenken sein.


Status-quo-Analyse als Ausgangspunkt


Eine umfassende Analyse schützt Sie vor falschen Annahmen und liefert die harten Fakten, die Sie für kluge Entscheidungen brauchen. Konzentrieren Sie sich dabei auf ein paar Kernbereiche:


  • Technische SEO-Analyse: Wie steht es um die Technik hinter der Fassade? Wir reden hier von Ladezeiten, der Indexierbarkeit durch Google, einer sauberen URL-Struktur und natürlich der Darstellung auf Mobilgeräten. Tools wie die Google Search Console oder Screaming Frog sind dafür unverzichtbare Helfer.

  • Content-Inventur und -Audit: Erstellen Sie eine komplette Liste aller Seiten und bewerten Sie deren Leistung. Welche Inhalte ziehen die meisten Besucher an? Wo springen die Leute sofort wieder ab? Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und Sie erkennen, welcher Content überarbeitet, zusammengelegt oder komplett gelöscht werden muss.

  • Wettbewerbsanalyse: Es lohnt sich immer, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen. Was machen Ihre stärksten Konkurrenten richtig? Wie strukturieren sie ihre Seiten, mit welchen Inhalten punkten sie und welche Keywords bedienen sie, die bei Ihnen noch brachliegen?


Diese datengestützte Basis ist Gold wert. Sie verwandelt vage Ideen in einen konkreten Handlungsplan. Denn erst wenn Sie genau wissen, wo Sie stehen, können Sie ein realistisches Ziel definieren.


Die Konzeptionsphase als strategische Roadmap


Mit den Erkenntnissen aus der Analyse in der Tasche beginnt die eigentliche Planung. Die Konzeption ist das strategische Herzstück Ihres Relaunchs. Hier legen Sie nicht nur fest, was Sie tun, sondern vor allem, warum Sie es tun. Bevor die eigentliche Arbeit losgeht, hilft ein praxisnaher Leitfaden zum Konzept für Ihre Website, um nichts Wichtiges zu übersehen.


Ein zentraler Baustein: messbare Ziele. Vage Wünsche wie „mehr Besucher“ bringen niemanden weiter. Formulieren Sie lieber Ziele nach der SMART-Methode – spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert.


Ein schwaches Relaunch-Ziel ist: „Wir wollen moderner aussehen.“ Ein starkes Ziel lautet: „Wir wollen die Anzahl der qualifizierten B2B-Leads über unser Kontaktformular innerhalb von sechs Monaten nach dem Relaunch um 25 % steigern.“

Solche Ziele geben dem gesamten Projekt eine klare Richtung und machen den Erfolg am Ende nachprüfbar.


Zielgruppen, Struktur und Keywords festlegen


Jetzt rücken Ihre Nutzer in den Fokus. Wer sind sie und was erwarten sie von Ihrer Website? Entwickeln Sie dafür detaillierte Zielgruppen-Personas. Das sind fiktive, aber realistische Vertreter Ihrer idealen Kunden. Was sind ihre Bedürfnisse, ihre Herausforderungen und wie suchen sie online nach Lösungen?


Basierend auf diesen Personas entsteht eine neue, nutzerfreundliche Seitenstruktur, auch Informationsarchitektur genannt. Sie muss logisch und intuitiv sein, damit Besucher schnell finden, was sie suchen. Gleichzeitig muss die Struktur von Anfang an SEO-Anforderungen erfüllen und eine klare Hierarchie aufweisen.


Ein entscheidender technischer Aspekt ist das Keyword-Mapping. Hierbei ordnen Sie jeder wichtigen neuen URL die Keywords zu, für die sie ranken soll. Dieser Schritt ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass Sie nach dem Relaunch keine wertvollen Google-Positionen verlieren. Er bildet die Grundlage für die spätere Content-Erstellung und die technische SEO-Umsetzung. Mehr Details dazu finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden zur Suchmaschinenoptimierung.


Den Abschluss dieser Phase bildet eine durchdachte URL-Strategie. Neue URLs sollten kurz, verständlich und keyword-relevant sein. Gleichzeitig brauchen Sie einen exakten Plan für die 301-Weiterleitungen von alten auf neue URLs. Dieser Schritt ist kritisch, um die über Jahre aufgebaute Autorität Ihrer alten Seiten auf die neue Website zu übertragen.


Erst wenn diese analytischen und konzeptionellen Hausaufgaben gemacht sind, hat Ihr Website-Relaunch-Projektplan ein solides Fundament, auf dem Design, Content und Technik sicher aufbauen können.



Die folgende Checkliste fasst die Kernaufgaben der ersten beiden Phasen zusammen und hilft dabei, den Überblick zu behalten.


Checkliste für die Analyse- und Konzeptionsphase


Eine detaillierte Übersicht der wichtigsten Aufgaben und Meilensteine in den ersten beiden Phasen des Relaunch-Projekts.


Phase

Aufgabe

Ziel/KPI

Verantwortlichkeit

Analyse

Technisches SEO-Audit durchführen

Fehlerreport (z.B. 404-Fehler, Ladezeit)

SEO-Manager / Agentur

Analyse

Content-Inventur erstellen & bewerten

Liste aller URLs mit Traffic & Engagement-Metriken

Content-Manager / SEO

Analyse

Wettbewerbsanalyse (Struktur, Content, Keywords)

Benchmark-Report mit 3 Top-Wettbewerbern

Projektleiter / Marketing

Analyse

Web-Analytics-Daten auswerten (Nutzerfluss, Conversion-Pfade)

Report zu Top-Einstiegsseiten & Abbruchpunkten

Web-Analyst / Marketing

Konzeption

SMART-Ziele definieren (z.B. Leads, Umsatz)

Dokumentierte Ziele (z.B. +25 % Leads in 6 Monaten)

Geschäftsführung / Projektleiter

Konzeption

Zielgruppen-Personas entwickeln

2-3 detaillierte Persona-Profile

Marketing / UX-Designer

Konzeption

Neue Informationsarchitektur / Sitemap erstellen

Finalisierte Sitemap als Baumstruktur

UX-Designer / SEO-Manager

Konzeption

Keyword-Mapping für alle neuen URLs

Excel-Tabelle mit URL-Keyword-Zuweisung

SEO-Manager

Konzeption

URL-Konzept & 301-Weiterleitungsplan erstellen

Mapping-Liste (alte URL -> neue URL)

SEO-Manager / Entwickler


Mit dieser strukturierten Vorgehensweise stellen Sie sicher, dass keine wichtigen Aspekte übersehen werden und Ihr Relaunch von Anfang an auf einem starken strategischen Fundament steht.


Wie Design und Content Ihre Nutzer überzeugen


Jetzt wird’s spannend: Nachdem die strategische Basis gelegt ist, tauchen wir in die Welt von Design und Content ein. Das sind die beiden Bereiche, die Ihre Besucher am direktesten erleben und fühlen. Sie sind das Herzstück Ihrer neuen Website und am Ende entscheidend dafür, ob jemand bleibt, kauft oder enttäuscht zur Konkurrenz wechselt.


Klar, ein gutes Design ist mehr als nur eine hübsche Fassade. Es ist die visuelle Sprache Ihrer Marke und die Brücke, die Ihre Nutzer sicher ans Ziel bringt.


UX vs. UI – Mehr als nur Fachbegriffe


Oft werden die Begriffe User Experience (UX) und User Interface (UI) in einen Topf geworfen, dabei beschreiben sie zwei ganz unterschiedliche, aber untrennbare Disziplinen.


  • Die User Experience (UX) ist quasi das unsichtbare Fundament für ein positives Gefühl. Hier geht es um die gesamte Reise des Nutzers. Ist die Navigation logisch? Finde ich auf Anhieb, was ich suche? Fühlt sich die Bedienung intuitiv an? Gutes UX-Design optimiert die Struktur und den gesamten Ablauf, sodass am Ende eine durchweg positive Erfahrung entsteht.

  • Das User Interface (UI) ist die sichtbare Oberfläche – also alles, was der Nutzer tatsächlich sieht und anklickt. Buttons, Menüs, Formulare, das Layout – all das gehört zum UI. Ein starkes UI-Design sorgt für eine klare, ansprechende Optik, die sofort Ihre Markenidentität widerspiegelt und zum Interagieren einlädt.


Spielen UX und UI perfekt zusammen, sieht Ihre Website nicht nur gut aus. Sie lässt sich auch kinderleicht bedienen und führt Ihre Nutzer genau dorthin, wo Sie sie haben wollen.


Vom Drahtmodell zum klickbaren Prototyp


Bevor auch nur eine einzige Zeile Code geschrieben wird, müssen die Konzepte für die Benutzerführung visualisiert und auf Herz und Nieren geprüft werden. Genau hier kommen Wireframes und Prototypen ins Spiel.


Wireframes sind im Grunde die nackten Baupläne Ihrer neuen Seiten. Ganz bewusst ohne Farben und Bilder, konzentrieren sie sich voll und ganz auf die Struktur, die Anordnung der Elemente und die Wege der Nutzer. Die zentrale Frage lautet: „Wo kommt was hin und warum?“


Stehen die Wireframes, werden daraus Prototypen gebaut. Das sind interaktive, klickbare Modelle, die das spätere Nutzererlebnis schon sehr realistisch simulieren. Anhand dieser Prototypen können Sie schon früh testen, ob die Navigation wirklich verständlich ist und ob die Abläufe funktionieren. Das spart später enorm viel Geld, weil man teure Fehlentwicklungen von Anfang an vermeidet. Wie Sie durch gezielte Tests die Usability Ihrer Website verbessern, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.


Mobile First als unumstößliche Regel


Die Zeiten, in denen Websites hauptsächlich am Schreibtisch-PC betrachtet wurden, sind definitiv vorbei. Heute gilt ein unumstößliches Gesetz: Mobile First. Das heißt ganz konkret: Design und Konzept werden zuerst für den kleinsten Bildschirm – das Smartphone – entwickelt. Erst danach passt man alles für größere Displays wie Tablets und Desktops an.


Dieser Ansatz ist keine Modeerscheinung, sondern eine Notwendigkeit. Die mobile Nutzung dominiert den Website-Traffic in Deutschland ganz klar. Kamen 2017 bereits 34 Prozent der Aufrufe von Smartphones, rechnet man bei kommunalen Webseiten bis 2026 mit über 60 Prozent. Nutzer erwarten einfach, dass sie Informationen wie Öffnungszeiten oder Anträge auch von unterwegs problemlos abrufen können – ohne nerviges Zoomen und Wischen.


Eine Content-Strategie, die wirkt


Parallel zum Designprozess muss die Content-Erstellung auf Hochtouren laufen. Denn was nützt das schönste Design, wenn die Inhalte fehlen oder nicht überzeugen? Eine durchdachte Content-Strategie sorgt dafür, dass Ihre Botschaften nicht nur bei Ihrer Zielgruppe ankommen, sondern auch bei Google ganz oben mitspielen.


Guter Content beantwortet nicht die Frage, die der Nutzer bei Google eingegeben hat. Er beantwortet die Frage, die der Nutzer eigentlich im Kopf hatte, als er seine Suche startete.

Alles beginnt mit einem Content-Audit, bei dem Sie die Inhalte Ihrer alten Seite kritisch unter die Lupe nehmen. Was kann übernommen werden? Was muss dringend überarbeitet werden? Und was kann getrost weg? Darauf aufbauend entstehen dann neue, SEO-optimierte Texte, die auf der zuvor erstellten Keyword-Strategie fußen.


Vergessen Sie dabei auch die visuellen Medien nicht! Hochwertige Bilder, verständliche Infografiken und Videos sind oft entscheidend, um Aufmerksamkeit zu erregen und komplexe Themen einfach zu erklären. Ein detaillierter Redaktionsplan, der genau festlegt, wer welche Inhalte bis wann erstellt, ist für diesen Teil des Relaunch-Projekts absolut unverzichtbar. So gehen Sie sicher, dass Design und Botschaft am Ende eine perfekte Einheit bilden.


Technische Umsetzung und Qualitätssicherung: Vom Konzept zum Code


Jetzt wird’s ernst. Die Konzepte sind fertig, das Design steht – nun geht es darum, aus all den Ideen eine funktionierende Website zu bauen. Diese Phase, die technische Umsetzung und das anschließende Testing, ist oft der kritischste Teil im gesamten Relaunch-Projekt. Hier entscheidet sich, ob der Start reibungslos verläuft oder im Chaos endet. Denn was nützt das schönste Design, wenn die Technik nicht mitspielt?


Als technische Basis setzen die meisten Mittelständler auf ein bewährtes Content-Management-System (CMS). WordPress ist hier oft der klare Favorit – es ist flexibel, wächst mit den Anforderungen und hat eine riesige Community im Rücken. Die Entwicklung selbst läuft am besten agil, also in kleinen, überschaubaren Schritten, den sogenannten Sprints. So können wir flexibel auf unerwartete Hürden reagieren und sehen regelmäßig greifbare Fortschritte, anstatt monatelang auf ein großes Ergebnis zu warten.


Blick von oben auf einen Schreibtisch mit Tablet, das einen Wireframe zeigt, einem blauen Stift und einem offenen Notizbuch.

Technisches SEO als stabiles Fundament


Ein Relaunch ist die goldene Gelegenheit, die Weichen für die zukünftige Sichtbarkeit bei Google richtig zu stellen. Wer das technische SEO-Fundament hier schlampig gießt, riskiert, dass die neue, teure Website im digitalen Niemandsland verschwindet. Drei Punkte sind dabei absolut unverhandelbar:


  • 301-Weiterleitungen einrichten: Das ist die Pflichtübung Nummer eins, um bestehende Rankings nicht zu verlieren. Jede einzelne alte URL muss per 301-Redirect sauber auf die passende neue Seite umgeleitet werden. Passiert das nicht, laufen wertvolle Links von anderen Seiten ins Leere und Besucher landen frustriert auf 404-Fehlerseiten.

  • Core Web Vitals optimieren: Google liebt schnelle, nutzerfreundliche Seiten. Kennzahlen wie Ladezeit (LCP), Interaktivität (FID) und visuelle Stabilität (CLS) müssen von Anfang an im grünen Bereich sein. Das ist kein „Nice-to-have“, sondern ein knallharter Rankingfaktor.

  • Indexierbarkeit sicherstellen: Eine saubere XML-Sitemap und eine korrekt konfigurierte -Datei sind wie ein Navi für den Google-Bot. Wir müssen ihm klar zeigen, welche Seiten er besuchen soll und welche nicht. Nichts ist ärgerlicher, als wenn wichtige Inhalte versehentlich von der Indexierung ausgeschlossen werden.


Eine schnelle Seite freut nicht nur Google, sondern auch Ihre Besucher und wirkt sich direkt auf die Conversion-Rate aus. Wie Sie das Maximum herausholen, erfahren Sie in unserem Beitrag, wie Sie die Website-Performance optimieren.


Die Testphase: Die Generalprobe vor dem großen Auftritt


Bevor der Vorhang fällt und die neue Website live geht, muss sie auf Herz und Nieren geprüft werden. Jeder Bug, der erst nach dem Launch auftaucht, kostet nicht nur Geld, sondern vor allem das Vertrauen Ihrer Kunden. Dafür ist eine Staging-Umgebung – also eine exakte 1:1-Kopie der neuen Website auf einem geschützten Server – absolut unerlässlich.


Hier können wir in einer sicheren Sandbox alles ausprobieren, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Das Testing läuft dabei nicht planlos ab, sondern folgt einer detaillierten Checkliste.


Ein Launch ohne gründliches Testing ist wie ein Fallschirmsprung, ohne den Schirm vorher zu packen. Man kann auf das Beste hoffen, aber das Risiko eines Desasters ist einfach zu hoch.

Diese Checkliste ist Ihr Sicherheitsnetz. Sie sorgt dafür, dass alle kritischen Funktionen unter realen Bedingungen auf die Probe gestellt werden.


Die ultimative Checkliste für das Pre-Launch-Testing:


  1. Browser- und Geräte-Kompatibilität: * Läuft die Seite auf den gängigen Browsern (Chrome, Firefox, Safari, Edge) in den neuesten Versionen rund? * Sitzt das responsive Design auf Smartphones, Tablets und verschiedenen Desktop-Größen perfekt?

  2. Funktions-Check: * Funktionieren wirklich alle Formulare (Kontakt, Newsletter, etc.)? Kommen die Anfragen auch da an, wo sie sollen? * Sind alle Links klickbar und führen zum richtigen Ziel, ohne ins Leere zu laufen? * Spielen alle interaktiven Elemente wie Slider, Pop-ups oder Akkordeons sauber mit?

  3. Inhalts- und SEO-Prüfung: * Sind alle finalen Texte und Bilder an der richtigen Stelle und korrekt formatiert? * Haben alle wichtigen Seiten einen aussagekräftigen Seitentitel und eine ansprechende Meta-Beschreibung? * Wurden alle Platzhaltertexte und Testinhalte restlos entfernt?

  4. Performance- und Sicherheits-Audit: * Erreichen wir die angestrebten Ladezeiten? * Ist das SSL-Zertifikat korrekt installiert, sodass die Seite sicher über HTTPS erreichbar ist? * Sind grundlegende Sicherheitsvorkehrungen, zum Beispiel gegen Spam, aktiv?


Erst wenn hinter jedem einzelnen Punkt dieser Liste ein grüner Haken steht, können wir den Launch-Termin mit einem guten Gefühl festlegen. Diese akribische Qualitätskontrolle ist die beste Versicherung für einen Start, der begeistert statt frustriert.


Der Go-live und was danach wirklich zählt


Der große Tag ist endlich da. Nach Wochen oder gar Monaten harter Arbeit an Planung, Design und Entwicklung steht der Go-live unmittelbar bevor. Jetzt zeigt sich, ob Ihr Website-Relaunch-Projektplan wirklich wasserdicht ist. Aber eines muss von Anfang an klar sein: Mit dem Klick auf den "Live"-Button ist das Projekt nicht vorbei – es fängt gerade erst an.


Der Launch selbst erfordert ein ruhiges Händchen und präzises Timing. Aus der Praxis hat es sich bewährt, den technischen Wechsel auf eine Zeit zu legen, in der Ihre Website ohnehin kaum Traffic hat. Das ist meistens mitten in der Nacht oder am sehr frühen Morgen. So minimieren Sie die Ausfallzeit und stellen sicher, dass eventuelle Startschwierigkeiten nur eine Handvoll Nutzer mitbekommen.


Zwei Monitore zeigen Code und Text, während Papiere mit schriftlichen Informationen auf einem Schreibtisch liegen, wahrscheinlich für eine technische Prüfung.

Die finale Checkliste für den Launch-Tag


Kurz bevor es ernst wird, gehen Sie am besten eine finale Checkliste durch. Betrachten Sie sie als Ihr letztes Sicherheitsnetz, um klassische Fehler zu vermeiden.


  • Backup, Backup, Backup: Sichern Sie die alte Website komplett, bevor auch nur ein einziger Schalter umgelegt wird. Man weiß ja nie.

  • Tracking-Codes überprüfen: Laufen alle Analyse-Tools wie Google Analytics 4 und alle Marketing-Pixel korrekt auf der neuen Seite? Das ist essenziell für die spätere Erfolgsmessung.

  • Interne Links checken: Haben Sie alle internen Verlinkungen kontrolliert? Nichts ist ärgerlicher, als wenn sie noch auf die Testumgebung statt auf die neuen Live-URLs verweisen.

  • 301-Weiterleitungen aktivieren: Sind alle Weiterleitungen von alten auf neue URLs scharfgeschaltet und getestet? Dieser Punkt ist absolut entscheidend für Ihr SEO.

  • Cache leeren: Leeren Sie alle Caching-Systeme (Server, CMS, CDN), damit die Besucher auch wirklich die neue Version sehen und nicht im alten Design hängen bleiben.


Sind diese Haken gesetzt, kann der technische Wechsel erfolgen. Aber lehnen Sie sich noch nicht zurück.


Nach dem Launch ist vor der Optimierung


Sobald die neue Seite online ist, beginnt die wirklich kritische Phase: die Nachbereitung und das Monitoring. Jetzt müssen Sie ganz genau beobachten, wie sich Ihre Website in der freien Wildbahn schlägt und wie Suchmaschinen darauf reagieren.


Ihr wichtigstes Werkzeug ist jetzt die Google Search Console. Reichen Sie die neue XML-Sitemap ein und behalten Sie den Indexierungsstatus im Auge. Achten Sie besonders auf einen Anstieg von Crawling-Fehlern – vor allem 404-Fehler. Sie sind ein klares Zeichen für kaputte Links oder fehlerhafte Weiterleitungen und müssen sofort gefixt werden.


Ein Relaunch ist kein abgeschlossenes Projekt. Er ist der Startschuss für einen kontinuierlichen Prozess der Verbesserung und Anpassung. Die Daten, die Sie jetzt sammeln, sind die Grundlage für zukünftigen Erfolg.

Gleichzeitig haben Sie Ihre wichtigsten KPIs in den Analyse-Tools im Blick. Was machen die organische Sichtbarkeit, die Ladezeiten (Stichwort: Core Web Vitals) und – am allerwichtigsten – die Conversion-Raten? Ein kleiner, kurzfristiger Dip in den Rankings ist oft normal, sollte sich aber nach wenigen Wochen wieder fangen.


Langfristige Erfolgsmessung und kontinuierliche Verbesserung


Ein moderner Website-Relaunch-Projektplan blickt immer auch in die Zukunft. Die digitale Infrastruktur in Deutschland entwickelt sich rasant. Eine DIHK-Umfrage zeigt, dass bis 2026 bereits 60 % der Unternehmen über Gigabit-Anschlüsse verfügen werden. Das hebt die Erwartungen an schnelle und sichere Web-Erlebnisse noch weiter an. Für Ihren Relaunch heißt das: Themen wie Barrierefreiheit (BITV 2.0), Datenschutz und IT-Sicherheit gehören von Anfang an dazu. Mehr zur Digitalisierung deutscher Unternehmen können Sie auf dihk.de nachlesen.


Reagieren Sie agil auf unerwartete Probleme. Analysieren Sie das Nutzerverhalten mit Tools wie Heatmaps oder Session-Recordings, um zu verstehen, wie Besucher wirklich mit dem neuen Design interagieren. Sammeln Sie aktiv Kundenfeedback, um blinde Flecken aufzudecken. Betrachten Sie Ihre neue Website als eine lebendige Plattform, die sich auf Basis echter Daten und Nutzerwünsche ständig weiterentwickelt.


Häufige Fragen zum Website Relaunch Projektplan


Ein Website-Relaunch wirft in der Praxis immer eine Menge Fragen auf. Das ist auch gut so, denn die Antworten sind entscheidend, um Budget, Zeit und vor allem die eigenen Erwartungen realistisch zu steuern. Hier habe ich die häufigsten und wichtigsten Punkte zusammengefasst, die Ihnen bei der Planung sicher begegnen werden.


Wie lange dauert ein Website-Relaunch?


Das ist die Frage aller Fragen, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Man kann das nicht pauschal sagen, weil die Dauer massiv von der Komplexität des Projekts abhängt.


Ein überschaubarer Relaunch für eine kleinere Unternehmensseite lässt sich oft in drei bis vier Monaten über die Bühne bringen. Sobald aber ein Onlineshop, spezielle Schnittstellen oder eine umfangreiche Content-Migration ins Spiel kommen, sprechen wir schnell von sechs bis zwölf Monaten oder sogar länger.


Was den Zeitplan am meisten beeinflusst:


  • Der reine Umfang: Klar, eine Website mit 20 Unterseiten ist schneller neu gebaut als ein riesiges Portal mit 500+ Seiten und unzähligen Funktionen.

  • Die technischen Tücken: Müssen wir komplexe Datenbanken umziehen? Eine Anbindung an Ihr CRM- oder ERP-System schaffen? Spezielle Features von Grund auf programmieren? Das alles braucht Zeit und frisst sich schnell in den Zeitplan der Entwicklungsphase.

  • Ihre internen Ressourcen: Das ist der oft unterschätzte Hebel. Wie schnell können bei Ihnen Entscheidungen getroffen werden? Wie zügig liefern Sie Inhalte? Ein effizientes Projektteam und kurze Abstimmungswege können den gesamten Zeitplan enorm beschleunigen – oder eben ausbremsen.


Mein Tipp aus Erfahrung: Ein guter Projektplan hat immer Puffer. Planen Sie Zeit für Unvorhergesehenes ein, es wird garantiert kommen.


Mit welchen Kosten muss ich rechnen?


Auch hier gilt: Die Spanne ist riesig. Eine simple „digitale Visitenkarte“ gibt es schon für wenige Tausend Euro. Ein professioneller Relaunch für ein mittelständisches Unternehmen startet aber realistischerweise meist im fünfstelligen Bereich. Bei sehr großen, individuellen Projekten kann das Budget auch mal sechsstellig werden.


Wo fließt das Geld genau hin?


  1. Strategie & Konzept: Eine saubere Analyse, ein durchdachtes UX-Konzept und eine fundierte SEO-Strategie kosten am Anfang Geld. Das ist aber eine Investition, die sich später doppelt und dreifach auszahlt.

  2. Design & Entwicklung: Ein individuelles UI/UX-Design und eine maßgeschneiderte Programmierung sind natürlich teurer als ein Standard-Template von der Stange. Dafür passt die Seite dann aber auch perfekt zu Ihnen.

  3. Content-Erstellung: Brauchen Sie professionelle Texte, neue Fotos oder Videos? Das muss man separat budgetieren, wird aber oft vergessen.

  4. Laufende Betreuung: Nach dem Launch ist vor der Optimierung. Kosten für Wartung, Hosting und kontinuierliches SEO fallen immer an.


Ein Relaunch ist keine einmalige Ausgabe, sondern eine Investition in Ihr wichtigstes digitales Vertriebs- und Marketinginstrument. Billiglösungen rächen sich fast immer durch schlechte Performance, verlorene Rankings und teure Nachbesserungen.

Wie wird der Erfolg eines Relaunchs gemessen?


Der Erfolg misst sich immer an den Zielen, die Sie am Anfang in der Konzeptionsphase festgelegt haben. Reine Geschmackssache („finde ich schöner“) zählt nicht. Wichtig sind harte Fakten.


Diese Key Performance Indicators (KPIs) sollten Sie nach dem Go-live fest im Blick haben:


  • Organische Sichtbarkeit: Wie entwickeln sich Ihre Google-Rankings für die wirklich wichtigen Keywords? Tools wie die Google Search Console oder Sistrix geben hier Aufschluss.

  • Organischer Traffic: Kommen mehr oder weniger Besucher über die organische Suche auf Ihre Seite? Das sehen Sie am besten in Google Analytics 4.

  • Conversion-Rate: Das ist die entscheidende Zahl. Wie viele Besucher tun das, was sie tun sollen? Also eine Kontaktanfrage stellen, etwas kaufen oder ein Whitepaper herunterladen.

  • Technische Metriken: Werden die Ladezeiten besser (Stichwort: Core Web Vitals)? Springen weniger Leute direkt wieder ab?

  • Lead- und Umsatzentwicklung: Ganz simpel: Führt die neue Website zu mehr qualifizierten Anfragen oder mehr Umsatz?


Diese Daten sind der ultimative Beweis, ob sich die Investition gelohnt hat und wo Sie vielleicht noch nachjustieren müssen.


Agentur beauftragen oder intern umsetzen?


Diese Entscheidung hängt ganz von Ihren Leuten, Ihrem Know-how und dem Umfang des Projekts ab.


Die interne Umsetzung: Diese Variante macht wirklich nur dann Sinn, wenn Sie ein Team haben, das in allen Disziplinen topfit ist: Strategie, UX/UI-Design, SEO, Content, Webentwicklung und Projektmanagement. Der große Vorteil ist natürlich die volle Kontrolle und potenziell geringere direkte Kosten. Der Haken? Oft fehlt es an Spezialwissen, man ist betriebsblind und das Projekt droht, im Alltagsgeschäft unterzugehen.


Die Zusammenarbeit mit einer Agentur: Eine spezialisierte Agentur bringt nicht nur externes Know-how, sondern auch bewährte Prozesse und einen frischen Blick von außen mit. Sie profitieren von der Erfahrung aus Dutzenden ähnlicher Projekte. Zwar ist die Investition höher, aber das Risiko eines Fehlschlags sinkt dramatisch. Sie kaufen damit nicht nur eine Dienstleistung, sondern einen strategischen Partner, der für den Erfolg mitgeradesteht.


Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist eine erfahrene Agentur der sicherere und am Ende oft auch der wirtschaftlichere Weg.



Ein professionell geplanter Website-Relaunch ist eine riesige Chance, Ihre digitale Präsenz auf ein neues Level zu heben. Wenn Sie dafür einen Partner suchen, der Sie von der ersten Idee bis zur Erfolgsmessung begleitet, sind wir bei OCTA MEDIA für Sie da. Kontaktieren Sie uns einfach für ein unverbindliches Erstgespräch und lassen Sie uns gemeinsam Ihr Projekt zum Erfolg führen.


 
 
 

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