WordPress Breadcrumb Navigation für besseres SEO und UX nutzen
- vor 11 Stunden
- 12 Min. Lesezeit
Kennen Sie das Gefühl, sich auf einer Website zu verirren? Wenn Besucher auf Ihrer Seite nicht sofort finden, was sie suchen, sind sie schnell wieder weg. Eine WordPress Breadcrumb-Navigation ist hier der entscheidende Wegweiser, der Nutzern Orientierung gibt und sie zielsicher durch Ihre Inhalte führt. Diese kleinen Navigationspfade sind aber nicht nur für die Nutzererfahrung (UX) Gold wert, sondern auch ein echter Hebel für die Suchmaschinenoptimierung (SEO).
Warum Breadcrumbs für Ihre WordPress-Seite so wichtig sind
Stellen Sie sich vor, Sie schlendern durch ein riesiges Kaufhaus, aber es gibt keine Schilder, die Ihnen den Weg zu den verschiedenen Abteilungen weisen. Ziemlich frustrierend, oder? Genauso ergeht es Besuchern auf einer komplexen Website ohne klare Navigationshilfen. Breadcrumbs verhindern genau das, indem sie den kompletten Pfad von der Startseite bis zur aktuell besuchten Seite anzeigen.
Für Ihre Besucher hat das handfeste Vorteile:
Sofortige Orientierung: Sie wissen jederzeit, wo genau sie sich in der Seitenstruktur befinden.
Mühelose Navigation: Ein Klick genügt, um zu einer übergeordneten Kategorie oder Seite zurückzuspringen.
Bessere Nutzerführung: Eine logische Navigation senkt nachweislich die Absprungrate und animiert Nutzer, länger auf Ihrer Seite zu bleiben.
Der oft unterschätzte SEO-Faktor
Breadcrumbs sind aber weit mehr als nur ein Komfort-Feature. Für Google und andere Suchmaschinen sind sie ein klares Signal, das ihnen hilft, die Architektur Ihrer Website zu verstehen. Dieses tiefere Verständnis belohnen die Algorithmen häufig mit besseren Rankings und damit mehr Sichtbarkeit.
Ein klassischer Breadcrumb-Pfad in einem Onlineshop könnte so aussehen:

Dieser Pfad ist nicht nur für den Nutzer eine Hilfe. Er zeigt auch Google die logischen Verknüpfungen zwischen Ihren Seiten und stärkt so ganz nebenbei Ihre interne Verlinkungsstruktur.
Eine durchdachte interne Verlinkung, wie sie durch Breadcrumbs entsteht, signalisiert Suchmaschinen die Relevanz bestimmter Seiten und verteilt die Link-Power strategisch auf Ihrer gesamten Website.
Gerade im deutschen Markt, wo WordPress einen Marktanteil von 44,2 % hält, ist das ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Nicht ohne Grund geben 71 % der deutschen Unternehmen an, dass sie Breadcrumbs priorisieren. Ein Grund dafür: Sie können die Chance auf Rich Snippets in den Google-Suchergebnissen um bis zu 19 % erhöhen.
Diese sichtbaren Navigationspfade in den Suchergebnissen sehen nicht nur gut aus und steigern die Klickrate, sondern schaffen auch direkt Vertrauen. Der Nutzen geht also weit über die reine Seitennavigation hinaus, wie wir auch in unserem Beitrag über die Bedeutung von Breadcrumbs für UX und SEO im Detail erläutern.
Breadcrumbs ganz einfach mit SEO-Plugins einrichten
Schrecken Sie davor zurück, Code-Schnipsel in Ihre Website einzubauen? Keine Sorge, um eine Breadcrumb-Navigation zu nutzen, müssen Sie kein Entwickler sein. Der bequemste und schnellste Weg führt über die großen SEO-Plugins – Werkzeuge, die bei den meisten ohnehin schon im Einsatz sind.
Die beiden Platzhirsche unter den WordPress SEO-Suiten, Yoast SEO und Rank Math, haben eine Breadcrumb-Funktion bereits an Bord. Diese lässt sich mit wenigen Klicks aktivieren und erspart Ihnen die Installation eines weiteren Plugins oder manuelle Eingriffe in den Code. Das ist die perfekte Lösung für alle, die schnell und unkompliziert zum Ziel kommen wollen.

So klappt die Konfiguration mit Yoast SEO
Yoast macht die Einrichtung wirklich narrensicher. Sobald das Plugin installiert und aktiv ist, finden Sie alles Nötige im WordPress-Dashboard unter Yoast SEO > Darstellung in der Suche > Breadcrumbs.
Schalten Sie dort die Funktion mit einem Klick ein. Nehmen Sie sich aber einen Moment Zeit für die Details, damit die Navigation auch wirklich gut aussieht und funktioniert:
Trennzeichen: Yoast schlägt einen Pfeil () vor. Hier können Sie kreativ werden und ein Zeichen wählen, das zu Ihrem Design passt. Ein doppelter Pfeil () wirkt oft eleganter, ein senkrechter Strich () minimalistischer.
Text für die Startseite: Statt des generischen „Startseite“ können Sie hier auch „Home“ oder den Namen Ihrer Marke eintragen. Das schafft sofort mehr Identität.
Präfix für den Pfad: Der klassische Einleitungstext „Sie sind hier:“ ist heute eher selten anzutreffen. Aus UX-Sicht wirkt eine Navigation ohne dieses Präfix aufgeräumter und moderner. Weniger ist oft mehr.
Haben Sie alles gespeichert? Fast geschafft. Jetzt müssen Sie Yoast nur noch sagen, wo die Breadcrumbs erscheinen sollen. Dafür stellt das Plugin einen kleinen PHP-Schnipsel zur Verfügung, den Sie in Ihre Theme-Dateien einfügen.
Rank Math: Die schnelle Alternative
Ein ähnliches Kaliber und mindestens genauso beliebt ist Rank Math. Auch hier ist die Breadcrumb-Funktion erstklassig und schnell eingerichtet. Sie finden die Einstellungen unter Rank Math > Allgemeine Einstellungen > Breadcrumbs.
Einmal aktiviert, stehen Ihnen ähnliche Optionen wie bei Yoast zur Verfügung:
Trennzeichen: Wählen Sie auch hier ein Symbol, das sich gut ins Gesamtbild Ihrer Seite einfügt.
Startseiten-Link: Diese Option sollte unbedingt aktiviert bleiben. Der Link zur Startseite ist der Ankerpunkt jeder guten Breadcrumb-Navigation.
Präfix-Text: Auch hier können Sie einen Text wie „Navigationspfad:“ ergänzen, wenn Sie es für nötig halten.
Der große Vorteil bei Rank Math: Sie haben die Wahl zwischen einem PHP-Code und einem Shortcode . Gerade der Shortcode ist Gold wert, denn Sie können ihn ganz ohne Code-Gefummel direkt im Editor oder mit einem Page Builder an der gewünschten Stelle platzieren.
Kleiner Profi-Tipp: Egal, welches Plugin Sie nutzen – die reine Aktivierung in den Einstellungen reicht fast nie aus. Sie müssen den von Yoast oder Rank Math bereitgestellten Code-Schnipsel (oder Shortcode) fast immer manuell an der passenden Stelle in Ihrem Theme einfügen. Üblicherweise gehört er in die oder eine Seitenvorlage wie .
Mehr Kontrolle mit Spezialisten wie Breadcrumb NavXT
Stoßen Sie mit den All-in-One-Lösungen an Ihre Grenzen? Vielleicht weil Sie eine komplexe Seite mit vielen individuellen Inhaltstypen (Custom Post Types) betreiben? Dann ist ein spezialisiertes Plugin wie Breadcrumb NavXT die richtige Wahl.
Es bietet eine unfassbar granulare Kontrolle über jeden einzelnen Navigationspfad. Sie können für jeden Inhaltstyp eine komplett eigene Breadcrumb-Logik definieren. Die Einarbeitung dauert etwas länger, aber die Flexibilität ist unübertroffen.
Vergleich der Top Breadcrumb Plugins für WordPress
Diese Tabelle vergleicht die wichtigsten Funktionen, die Benutzerfreundlichkeit und die Anpassungsmöglichkeiten der drei führenden Plugin-Lösungen zur Implementierung von Breadcrumbs.
Funktion | Yoast SEO | Rank Math | Breadcrumb NavXT |
|---|---|---|---|
Integration | Integriert im SEO-Plugin | Integriert im SEO-Plugin | Eigenständiges Plugin |
Einrichtung | Sehr einfach | Sehr einfach | Einarbeitung nötig |
Implementierung | PHP-Snippet | PHP-Snippet & Shortcode | PHP-Snippet, Shortcode, Block |
Anpassung | Grundlegend (Trenner, Texte) | Grundlegend (Trenner, Texte) | Extrem detailliert, volle Kontrolle |
Ideal für... | Einsteiger, Standard-Websites | Einsteiger, Page-Builder-Nutzer | Komplexe Seiten, Entwickler |
Zusammenfassend lässt sich sagen: Für die meisten WordPress-Websites sind die integrierten Funktionen von Yoast SEO oder Rank Math die perfekte Wahl. Sie sind schnell eingerichtet und erledigen den Job zuverlässig. Wenn Sie jedoch maximale Flexibilität benötigen, führt kein Weg an einem Spezialisten wie Breadcrumb NavXT vorbei.
Wenn Sie tiefer in die Optimierung mit SEO-Plugins einsteigen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren detaillierten Praxis-Guide zu Yoast SEO.
Für alle, die wirklich die volle Kontrolle über ihren Code und die Performance ihrer WordPress-Seite wollen, führt an der manuellen Einbindung von Breadcrumbs kein Weg vorbei. Plugins sind zwar bequem, keine Frage. Aber wer Wert auf sauberen Code, maximale Freiheit beim Design und eine schlanke Website legt, kommt schnell an den Punkt, an dem eine eigene Lösung einfach mehr Sinn ergibt.
Der große Vorteil: Sie bestimmen das HTML-Markup, die CSS-Klassen und die exakte Logik selbst. Sie sind nicht an die Vorgaben eines Plugins gebunden und – was noch wichtiger ist – Sie reduzieren die Anzahl der installierten Erweiterungen. Jedes Plugin weniger ist ein kleiner Gewinn für die Sicherheit und vor allem für die Geschwindigkeit Ihrer Seite.
Ein Child-Theme als Ihr Sicherheitsnetz
Bevor Sie auch nur eine Zeile Code anfassen, gibt es eine goldene Regel: Arbeiten Sie immer in einem Child-Theme. Das ist keine Empfehlung, sondern eine absolute Notwendigkeit.
Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie viele verzweifelte Anfragen ich schon von Leuten bekommen habe, deren mühsame Anpassungen nach einem Theme-Update einfach weg waren. Genau das passiert, wenn Sie direkt im Haupt-Theme (dem Parent-Theme) arbeiten. Ein Child-Theme erbt das komplette Design und alle Funktionen des Originals, gibt Ihnen aber einen geschützten Raum für Ihre eigenen Modifikationen, die jedes Update überleben.
Die eigene Breadcrumb-Funktion in der functions.php
Das Herzstück unserer manuellen Lösung ist eine kleine, aber feine PHP-Funktion. Diese legen wir in der -Datei unseres Child-Themes ab. Ihre Aufgabe ist es, dynamisch zu erkennen, wo sich ein Besucher gerade befindet – ob auf einer Seite, in einem Beitrag oder in einer Kategorie – und den passenden Navigationspfad zu erstellen.
So könnte ein grundlegendes Gerüst für diese Funktion aussehen:
function octa_get_breadcrumb() { // Sicherstellen, dass wir nicht auf der Startseite sind if (!is_front_page()) { // Start-Link zur Homepage, der immer da ist echo 'Startseite » ';
// Logik für Beiträge
if (is_single()) {
the_category(' » ');
echo " » ";
the_title();
}
// Logik für Seiten
elseif (is_page()) {
the_title();
}
// Logik für Kategorieseiten
elseif (is_category()) {
single_cat_title();
}
// Hier können weitere Bedingungen hinzugefügt werden (z.B. für Tags, Archive etc.)
}}
Dieser Code-Schnipsel nutzt die eingebauten WordPress-Funktionen wie oder , um den Kontext zu prüfen. Um die Breadcrumbs nun auf der Seite anzuzeigen, fügen Sie den Funktionsaufruf an der gewünschten Stelle in Ihren Template-Dateien ein – typischerweise unterhalb des Headers in , oder .
Die manuelle Implementierung ist mehr als nur Code-Kosmetik. Es ist eine bewusste Entscheidung für Performance. Jedes Plugin, das Sie nicht laden müssen, spart wertvolle Millisekunden bei der Ladezeit.
Diese Optimierung ist strategisch klug. Gerade in Deutschland, wo laut Statistiken von doofinder.com beeindruckende 43,5 % aller Websites auf WordPress laufen, hat die Verbesserung der Benutzerführung und der Technik eine enorme Reichweite. Mit Blick auf die Zukunft, in der KI-Suchmaschinen immer stärker auf strukturierte Daten zugreifen werden, ist eine saubere Breadcrumb-Struktur Gold wert.
Natürlich sind Breadcrumbs nur ein Puzzleteil. Um die Ladezeit ganzheitlich zu verbessern, gibt es noch viele weitere Stellschrauben. Einen umfassenden Überblick dazu finden Sie in unserem Leitfaden, wie Sie Ihre Website-Performance für nachhaltigen Erfolg optimieren.
Und noch ein letzter Tipp aus der Praxis: Testen Sie Ihre Änderungen immer, wirklich immer, zuerst auf einer Staging-Umgebung. Nichts ist ärgerlicher als ein unbedachter Fehler, der die Live-Seite lahmlegt. So können Sie sicherstellen, dass alles wie erwartet funktioniert, bevor Ihre Besucher etwas davon mitbekommen.
Strukturierte Daten: Der SEO-Turbo für Ihre Breadcrumbs
Eine sichtbare WordPress Breadcrumb-Navigation ist Gold wert für Ihre Besucher. Doch ihr volles Potenzial für die Suchmaschinenoptimierung entfaltet sie erst hinter den Kulissen. Der wahre Hebel für eine bessere Sichtbarkeit bei Google sind strukturierte Daten.
Stellen Sie sich strukturierte Daten wie einen Dolmetscher vor. Ohne sie sieht Google nur eine Ansammlung von Links. Mit ihnen geben Sie eine glasklare Anweisung: „Hey Google, das hier ist ein Navigationspfad. Er beginnt hier, geht über diesen Schritt und endet dort.“
Diese Klarheit belohnt Google nur zu gerne. Das Ergebnis sind die begehrten Breadcrumb-Pfade, die direkt in den Suchergebnissen (Rich Snippets) unter Ihrem Seitentitel erscheinen. Ein solcher Pfad hebt Ihr Ergebnis sofort von der Konkurrenz ab, steigert die Klickrate und signalisiert Suchenden schon vor dem Klick: Diese Website ist gut sortiert, hier finde ich mich zurecht.
JSON-LD: Die Sprache, die Google versteht
Um diese Informationen an die Suchmaschine zu übermitteln, hat sich ein Format als Standard etabliert: JSON-LD (JavaScript Object Notation for Linked Data). Google empfiehlt diesen Weg ganz offiziell, und das aus gutem Grund. Der Code wird sauber vom sichtbaren HTML getrennt und meist im -Bereich der Seite platziert – er beeinflusst also Ihr Design in keiner Weise.
Die Logik dahinter folgt dem Vokabular von Schema.org. Wir bauen eine , die aus mehreren -Elementen besteht. Jedes dieser Elemente steht für eine Station auf dem Navigationspfad.
Hier ein ganz konkretes Beispiel, wie so eine in JSON-LD aussieht. Das können Sie direkt als Vorlage für Ihre eigene Seite nehmen:
Schauen wir uns die einzelnen Teile genauer an, denn jedes erfüllt eine klare Aufgabe:
: Legt die exakte Reihenfolge fest. Die 1 ist fast immer die Startseite, dann geht es aufsteigend weiter.
: Das ist der sichtbare Text des Links, der Ankertext.
: Hier steht die URL, zu der das Element verlinkt. Ein wichtiger Punkt: Das letzte Element im Pfad hat keinen -Eintrag, denn es repräsentiert ja die Seite, auf der sich der Nutzer gerade befindet.
Der folgende Workflow zeigt, wie eine solche Logik typischerweise bei einer manuellen Einbindung umgesetzt wird. Das ist die Basis, um später auch die strukturierten Daten dynamisch zu erzeugen.

Wie die Grafik verdeutlicht, ist die der Dreh- und Angelpunkt. Hier können Sie eine Funktion hinterlegen, die nicht nur das HTML für die sichtbaren Breadcrumbs, sondern eben auch das dazugehörige JSON-LD dynamisch ausgibt.
Kontrolle ist besser als Vertrauen
Sie haben den Code eingebaut? Fantastisch. Aber jetzt kommt der entscheidende Schritt, den viele leider überspringen: die Überprüfung. Gehen Sie niemals davon aus, dass alles auf Anhieb funktioniert. Testen Sie es!
Googles Test für Rich-Suchergebnisse ist kein nettes Gimmick, sondern Ihr wichtigster Partner bei diesem Job. Er verrät Ihnen schwarz auf weiß, ob Google Ihre versteht.
Kopieren Sie einfach die URL der betreffenden Seite oder direkt den Code-Schnipsel in das Tool. Wenn der Test erfolgreich durchläuft und ein Element vom Typ „Breadcrumb“ ohne Fehler oder Warnungen anzeigt – dann haben Sie es geschafft. Erst dann können Sie sicher sein, dass Ihr unsichtbarer SEO-Helfer aktiv ist und seine Arbeit machen kann. Dieser letzte Check sichert Ihren Erfolg.
Breadcrumbs an Ihr Markendesign anpassen
Klar, eine funktionierende WordPress Breadcrumb Navigation ist die Basis. Aber die Kür? Das ist, wenn sie sich so nahtlos in Ihr Design einfügt, als wäre sie schon immer da gewesen. Funktionalität allein reicht eben nicht – für eine erstklassige Nutzererfahrung muss die Optik stimmen, egal ob auf dem Desktop oder dem Smartphone. Das Auge klickt schließlich mit.

Glücklicherweise lässt sich das Styling fast immer mit ein paar Zeilen CSS erledigen. Die meisten Lösungen, egal ob Plugin oder eine manuelle Funktion, verpacken die Navigation in eine spezifische CSS-Klasse. Halten Sie Ausschau nach Klassen wie oder – das ist Ihr Hebel, um Farben, Schriftarten und Abstände an Ihr Branding anzupassen.
Grundlegende Designanpassungen mit CSS
Schon mit wenigen CSS-Anweisungen können Sie eine riesige Wirkung erzielen. Passen Sie die Schriftart an Ihre Hausschrift an, stimmen Sie die Link-Farben auf Ihre Markenwelt ab und sorgen Sie mit optimierten Abständen für eine bessere Lesbarkeit.
Ein einfaches Beispiel, um loszulegen, könnte so aussehen:
/* Hauptcontainer der Breadcrumbs */ .breadcrumbs { font-family: 'Ihre-Markenschrift', sans-serif; font-size: 14px; margin-bottom: 20px; }
/* Einzelne Links im Pfad / .breadcrumbs a { color: #005A87; / Ihre Markenfarbe */ text-decoration: none; }
/* Hover-Effekt für die Links */ .breadcrumbs a:hover { text-decoration: underline; }
Mit diesem Code wirkt die Navigation sofort wie ein integraler Bestandteil Ihrer Seite und nicht wie ein Fremdkörper. Aber da geht noch mehr.
Die visuelle Gestaltung von Breadcrumbs ist kein triviales Detail, sondern ein wichtiger Teil des Brandings. Einheitliche Designelemente stärken den Wiedererkennungswert und schaffen Vertrauen beim Nutzer.
Ein oft übersehenes Detail ist das Trennzeichen. Das klassische wirkt schnell etwas angestaubt. Hier können Sie mit dem -Pseudoelement kreativ werden und das Standard-Trennzeichen durch ein modernes Icon oder sogar eine kleine Grafik ersetzen, ganz ohne das HTML anzufassen.
Responsive Design für eine perfekte mobile Ansicht
Auf kleinen Bildschirmen können lange Breadcrumb-Pfade schnell das Layout sprengen. Spätestens hier wird responsives Design zur Pflicht. Mit Media Queries können Sie die Darstellung für mobile Geräte ganz gezielt steuern.
Hier sind ein paar bewährte Optimierungen für Smartphones:
Schriftgröße reduzieren: Kleinere Schrift spart auf engen Displays wertvollen Platz.
Abstände verringern: Eine kompaktere Darstellung, die aber noch gut lesbar bleibt.
Zwischenschritte ausblenden: Bei sehr langen Pfaden kann es sinnvoll sein, nur den Start- und den Endpunkt anzuzeigen.
Der folgende Code zeigt beispielhaft, wie Sie die Schriftgröße für Bildschirme anpassen, die schmaler als 600 Pixel sind:
@media (max-width: 600px) { .breadcrumbs { font-size: 12px; } }
Diese Anpassungen sind entscheidend für eine exzellente User Experience auf allen Geräten. In Deutschland ist der Einfluss dieser Optimierungen besonders groß. Wie eine Analyse von Webtimiser.de eindrucksvoll belegt, nutzen 78 % der Top-E‑Commerce-Shops Breadcrumbs, was die Absprungrate im Schnitt um 24 % senkt. Unsere Erfahrung bei OCTA MEDIA aus über 200 Projekten zeigt zudem, dass eine saubere Breadcrumb-Struktur die Sichtbarkeit bei Google DE um bis zu 35 % steigern kann. Das Styling ist also direkt mit Ihrem SEO-Erfolg verknüpft.
Häufig gestellte Fragen zur WordPress-Breadcrumb-Navigation
Bei der Implementierung von Breadcrumbs in WordPress tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Kein Problem – hier sind die Antworten direkt aus der Praxis, damit Sie typische Stolpersteine vermeiden und Ihre Navigation auf Vordermann bringen.
Warum werden meine Breadcrumbs einfach nicht angezeigt?
Ah, der Klassiker. Sie haben alles im Plugin aktiviert, aber es tut sich nichts. Das sorgt schnell für Frust, doch die Ursache ist meistens dieselbe: Ihr Theme weiß nicht, wo es die Breadcrumbs hinpacken soll. Die meisten SEO-Plugins generieren den Code, aber überlassen die Platzierung dem Theme.
Zum Glück ist die Lösung ziemlich unkompliziert. Sie müssen dem Theme nur kurz auf die Sprünge helfen, indem Sie einen kleinen Code-Schnipsel manuell einfügen.
Schnappen Sie sich den PHP-Code oder Shortcode aus der Dokumentation Ihres Plugins (z. B. von Yoast oder Rank Math).
Fügen Sie diesen Code in die passende Template-Datei Ihres Child-Themes ein. Bewährte Stellen sind oft die oder eine Seitenvorlage wie . Am besten direkt über dem Seitentitel ().
Werfen Sie zur Sicherheit noch einen Blick in die Plugin-Einstellungen, ob die Funktion dort auch wirklich global eingeschaltet ist.
Sollte ich Breadcrumbs wirklich auf jeder Seite einblenden?
Die kurze Antwort: Ja, fast immer. Breadcrumbs sind auf so gut wie allen Unterseiten ein Segen für die Nutzerführung. Ob Blogartikel, Produktseite, Kategorie oder eine statische „Über uns“-Seite – sie geben dem Besucher Orientierung und einen einfachen Weg zurück.
Die einzige wichtige Ausnahme ist Ihre Startseite. Ein Pfad wie „Startseite > Startseite“ ist nutzlos und sieht unprofessionell aus. Gute Plugins und saubere manuelle Einbindungen erkennen das aber automatisch und blenden die Navigation auf der Homepage von selbst aus.
Wie wirken sich Breadcrumbs auf die Core Web Vitals aus?
Wenn sie richtig eingebunden sind, haben Breadcrumbs praktisch keinen negativen Einfluss auf die Ladezeit – oft sogar einen leicht positiven. Da es sich um einfachen HTML-Text handelt, der direkt vom Server kommt, bringen sie kaum zusätzliches Gewicht auf die Waage.
Sie können sogar dabei helfen, den Cumulative Layout Shift (CLS) zu verbessern. Indem die Breadcrumb-Navigation von Anfang an einen festen Platz im Layout hat, verhindert sie, dass andere Elemente beim Laden der Seite unschön nach unten springen. Vermeiden Sie aber unbedingt Lösungen, die Breadcrumbs erst per JavaScript im Browser des Nutzers erstellen. Das kann die Performance tatsächlich ausbremsen.
Kann ich das Trennzeichen zwischen den Links anpassen?
Aber sicher! Das gehört zum guten Ton. Jede vernünftige Methode zur Einbindung gibt Ihnen hier freie Hand. Bei SEO-Plugins wie Yoast oder Rank Math finden Sie dafür meist ein einfaches Eingabefeld in den Breadcrumb-Einstellungen. Dort können Sie klassische Zeichen wie oder etwas elegantere wie oder eintragen.
Wenn Sie es ganz individuell mögen, führt der Weg über eigenes CSS oder ein Spezial-Plugin wie Breadcrumb NavXT. Damit können Sie sogar eigene SVG-Icons als Trenner verwenden und die WordPress Breadcrumb Navigation perfekt an Ihr Corporate Design anpassen.
Sie möchten nicht nur Ihre Navigation, sondern Ihre gesamte digitale Marke auf das nächste Level heben? OCTA MEDIA unterstützt mittelständische Unternehmen mit kreativen Strategien und messbaren Ergebnissen. Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch auf https://www.octa-media.de.
Kommentare