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Was ist eine wort bildmarke und wie schützt man sie richtig

  • Huu Nhan Ta
  • vor 4 Tagen
  • 15 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Eine Bildmarke ist im Grunde das stumme Gesicht Ihrer Marke – ein rein grafisches Zeichen, das ganz ohne Worte auskommt. Denken Sie nur an den angebissenen Apfel von Apple oder den Swoosh von Nike. Diese Symbole sind weltweit bekannt und sprechen eine universelle Sprache, die jeder sofort versteht.


Was eine bildmarke wirklich ausmacht


Stellen Sie sich mal die Herausforderung vor: Sie sollen Ihr gesamtes Unternehmen, Ihre Werte und Ihr Versprechen in einem einzigen, stillen Bild einfangen. Genau das ist die Magie und gleichzeitig die Aufgabe einer Bildmarke. Sie ist ein rein visuelles Logo, das sich komplett auf grafische Elemente stützt – seien es Symbole, abstrakte Formen oder einprägsame Piktogramme.


Der Clou dabei ist, dass sie komplett auf Buchstaben, Wörter oder Zahlen verzichtet. Ihre ganze Kraft schöpft sie aus der unmittelbaren visuellen Wirkung und der Fähigkeit, komplexe Botschaften und Emotionen in einem Augenblick zu transportieren.


Die abgrenzung zu anderen markenarten


Um wirklich zu begreifen, was eine Bildmarke ist, hilft ein Blick auf ihre „Verwandten“. Jede Markenart hat ihre eigenen Stärken und schützt unterschiedliche Aspekte, was für die strategische Ausrichtung eines Unternehmens enorm wichtig ist.


Hier ist eine kleine Übersicht, um die Unterschiede klarer zu machen.


Die drei hauptmarkenarten im überblick


Die folgende Tabelle stellt die Merkmale von Bildmarken, Wortmarken und Wort-Bild-Marken direkt gegenüber, damit Sie die Unterschiede auf einen Blick erfassen können.


Markenart

Bestandteile

Beispiel

Schutzumfang

Bildmarke

Rein grafische Elemente (Symbole, Piktogramme, abstrakte Formen)

Der angebissene Apfel von Apple

Schützt ausschließlich die visuelle Gestaltung des Symbols.

Wortmarke

Ausschließlich Wörter, Buchstaben, Zahlen oder andere Schriftzeichen

Der Schriftzug „Google“

Schützt den Namen oder Begriff selbst, unabhängig von Design oder Schriftart.

Wort-Bild-Marke

Eine Kombination aus grafischen Elementen und Text

Das Adidas-Logo mit Schriftzug

Schützt die konkrete Verbindung von Bild und Wort als eine Einheit.


Wie Sie sehen, geht die reine Bildmarke einen mutigen Weg: Sie lässt das Symbol ganz für sich allein stehen. Das erfordert anfangs oft mehr Geduld und Investition in den Markenaufbau, denn die Menschen müssen erst lernen, das Bild mit Ihrem Unternehmen zu verbinden.


Eine Bildmarke ist wie ein Gesicht in einer Menschenmenge. Einen Namen muss man erst lesen und verarbeiten. Ein bekanntes Gesicht erkennt man sofort – über alle Sprachbarrieren hinweg.

Die bildmarke in der praxis


Obwohl die großen, ikonischen Bildmarken weltbekannt sind, sind sie im Markenregister eher die Ausnahme. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die meisten Unternehmen auf die Sicherheit eines Namens in ihrem Logo setzen. Im Jahr 2020 wurden beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) gerade einmal 2.265 reine Bildmarken angemeldet.


Zum Vergleich: Im selben Zeitraum gab es 48.666 Anmeldungen für Wortmarken und 33.168 für Wort-Bild-Marken. Diese Zahlen, die auch in ähnlicher Form bei Recherchen zur Verteilung der Markenarten bei Wikipedia zu finden sind, machen deutlich: Sich für eine reine Bildmarke zu entscheiden, ist eine bewusste strategische Entscheidung, die gut durchdacht sein will.


Letztendlich ist die Wahl einer Bildmarke eine Investition in eine nonverbale und oft viel emotionalere Form der Kommunikation. Das Ziel ist, ein starkes visuelles Gedächtnis bei den Kunden zu verankern, das über Kulturen und Sprachen hinweg funktioniert.


Wie sie ihre wort bildmarke erfolgreich beim DPMA anmelden


Ein starkes Logo zu entwerfen, ist die eine Sache. Die andere, oft entscheidende, ist die rechtliche Absicherung beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA). Erst dieser Schritt sorgt dafür, dass Ihr visuelles Aushängeschild auch wirklich Ihnen gehört und niemand es einfach kopieren kann.



Sehen Sie die Anmeldung nicht als lästigen Papierkram. Betrachten Sie sie als strategischen Zug, der das Fundament Ihrer Marke zementiert. Ohne diesen Schutz laufen Sie Gefahr, dass Wettbewerber auf den Zug aufspringen und von Ihrem hart erarbeiteten Ruf profitieren.


Die grundvoraussetzungen für den markenschutz


Das DPMA schaut bei jeder Anmeldung ganz genau hin und prüft nach strengen Kriterien. Zwei Hürden sind dabei besonders wichtig und oft der Knackpunkt für Erfolg oder Misserfolg: die grafische Darstellbarkeit und die Unterscheidungskraft.


  • Grafische Darstellbarkeit: Das ist bei einer Bildmarke die leichteste Übung. Es bedeutet nur, dass Ihr Zeichen klar und eindeutig visuell dargestellt werden kann, zum Beispiel als JPEG-Datei. Haken dran.

  • Unterscheidungskraft: Hier wird es knifflig. Ihr Symbol muss so gestaltet sein, dass Kunden es sofort als Hinweis auf die Herkunft Ihrer Produkte oder Dienstleistungen erkennen. Es darf also nicht einfach nur beschreiben, was Sie tun, oder zu alltäglich wirken.


Ein simples Herz-Symbol für einen Dating-Service? Das wird wahrscheinlich scheitern. Warum? Ein Herz ist ein allgemeines Zeichen für Liebe, das jeder frei verwenden können sollte. Es kann nicht von einem einzigen Unternehmen für sich beansprucht werden.


Der Schlüssel zur erfolgreichen Eintragung liegt in der Einzigartigkeit. Ihre Bildmarke muss sich so deutlich von gewöhnlichen oder branchenüblichen Symbolen abheben, dass sie im Gedächtnis bleibt und klar Ihrem Unternehmen zugeordnet wird.

Schutzhindernisse erkennen und vermeiden


Neben einer fehlenden Unterscheidungskraft gibt es noch weitere Stolpersteine, die das DPMA zur Ablehnung einer Marke veranlassen können. Diese sogenannten absoluten Schutzhindernisse sollen verhindern, dass allgemeingültige oder irreführende Symbole als Marke eingetragen werden.


Dazu gehören zum Beispiel:


  1. Beschreibende Angaben: Ein stilisiertes Auto als Logo für eine Autowerkstatt beschreibt nur die Dienstleistung und ist daher nicht schutzfähig.

  2. Gattungsbezeichnungen: Symbole, die praktisch zum allgemeinen Zeichen für eine ganze Produktkategorie geworden sind.

  3. Verstoß gegen die öffentliche Ordnung: Anstößige oder sittenwidrige Zeichen haben keine Chance.

  4. Hoheitszeichen: Flaggen, Wappen oder amtliche Prüfsiegel sind für den Markenschutz tabu.


Eine gründliche Recherche im Vorfeld ist deshalb Gold wert. So stellen Sie sicher, dass Ihre Bildmarke keine dieser Hürden reißt.


Dieses Schaubild verdeutlicht den Prozess und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Markenarten – von der reinen Wortmarke bis zur Bildmarke.


Ein Flussdiagramm zeigt den Prozessablauf von Markenarten: Wortmarke, Wort-Bild-Marke und Bildmarke in drei Schritten.

Man erkennt sofort: Die Bildmarke ist die reinste, aber auch anspruchsvollste Form der visuellen Markenkommunikation.


Die Wiener Klassifikation als strategisches werkzeug


Um nicht versehentlich mit einer bereits bestehenden Marke zu kollidieren, ist eine Ähnlichkeitsrecherche unerlässlich. Und genau hier kommt die Wiener Klassifikation ins Spiel. Dieses internationale System sortiert die bildlichen Elemente von Marken in 29 Hauptkategorien und unzählige Unterkategorien.


Stellen Sie sich vor, Ihre Bildmarke enthält einen stilisierten Vogel. Mit der Wiener Klassifikation können Sie gezielt in der passenden Kategorie nach ähnlichen, bereits eingetragenen Vogel-Symbolen suchen. So schätzen Sie das Risiko einer Verwechslungsgefahr viel besser ein und können Ihr Design anpassen, bevor Sie unnötig Zeit und Geld investieren.


Die Einführung dieses Systems im Jahr 1973 hat die Markenrecherche revolutioniert. Aktuelle Zahlen des DPMA zeigen, wie dynamisch der Markenschutz ist: Nach 87.649 Anmeldungen im Jahr 2021 wurden für 2024 bereits 77.221 registriert, wobei die Erfolgsquote bei der Eintragung bei rund 65 % liegt. Wer ein Gefühl für die aktuellen Trends bekommen möchte, kann sich die aktuelle Markenstatistik beim DPMA auf wbpp.de ansehen.


Die strategische Entscheidung für eine Bildmarke


Die Wahl der richtigen Markenart ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Es ist eine der grundlegendsten Weichenstellungen für den Erfolg Ihres Unternehmens. Sich für eine reine Bildmarke zu entscheiden, ist dabei oft der mutigste Weg – eine Entscheidung mit enormem Potenzial, die aber auch eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen verlangt.


Diese Entscheidung darf niemals aus dem Bauch heraus fallen. Was es braucht, ist eine glasklare Analyse der eigenen Geschäftsziele, der Zielgruppe und der langfristigen Vision. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihr visuelles Symbol nicht nur gut aussieht, sondern strategisch für Sie arbeitet.


Die unbestreitbaren Stärken einer Bildmarke


Eine richtig gut gemachte Bildmarke kann zu einer echten Geheimwaffe in Ihrem Marketing-Arsenal werden. Ihre größten Vorteile liegen darin, Barrieren zu überwinden und eine direkte, emotionale Verbindung zu den Menschen aufzubauen.


Hier sind ihre wichtigsten Stärken auf den Punkt gebracht:


  • Internationale Verständlichkeit: Ein Symbol wie der Nike-Swoosh oder die vier Ringe von Audi braucht keine Übersetzung. Es funktioniert in Tokio genauso gut wie in Berlin oder New York und überwindet sprachliche und kulturelle Hürden mit Leichtigkeit.

  • Starke emotionale Wirkung: Bilder werden vom Gehirn viel schneller verarbeitet als Text und sprechen direkt unser emotionales Zentrum an. Eine Bildmarke kann so in Sekundenbruchteilen Werte wie Vertrauen, Innovation oder Freude transportieren.

  • Hoher Wiedererkennungswert: Ein einzigartiges und einprägsames Symbol brennt sich viel tiefer ins Gedächtnis ein als ein noch so cleverer Name. In einem überfüllten Markt ist dieser visuelle Anker Gold wert.


Gerade diese Vorteile machen die Bildmarke besonders attraktiv für global agierende Unternehmen, Marken im Lifestyle- oder Luxussegment und für Produkte, deren Nutzen sich visuell ganz einfach auf den Punkt bringen lässt.


Eine Bildmarke ist eine stille Botschafterin, die nicht schreit, sondern wirkt. Ihre Stärke liegt nicht in dem, was sie sagt, sondern in dem, was sie bei uns auslöst.

Ein ehrlicher Blick auf die Herausforderungen


Wo viel Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Die Entscheidung für eine reine Bildmarke bringt spezifische Risiken und einen hohen Anfangsaufwand mit sich, den man auf keinen Fall unterschätzen sollte.


Ein ganz entscheidender Punkt ist der Aufbau der Bekanntheit. Während ein Name wie „Müllers Bäckerei“ sofort klar ist, muss ein abstraktes Symbol erst mühsam mit Bedeutung aufgeladen werden. Das kostet Zeit und erfordert erhebliche Investitionen in Marketing und Kommunikation, bis die Kunden das Zeichen mit Ihrem Unternehmen verbinden.


Ein weiterer heikler Aspekt ist der rechtliche Schutz. Eine Wortmarke schützt den Namen in fast jeder denkbaren Form. Der Schutz einer Bildmarke ist dagegen oft enger gefasst und bezieht sich auf die konkrete visuelle Gestaltung. Manchmal reichen schon kleine Abwandlungen durch Wettbewerber aus, um den Schutzbereich zu umgehen.


Diese Nachteile führen dazu, dass viele Unternehmen am Ende doch lieber einen sichereren Mittelweg wählen.


Wann ist eine Wort-Bild-Marke die bessere Wahl?


Angesichts dieser Herausforderungen ist es kein Wunder, dass die Wort-Bild-Marke der unangefochtene Favorit bei den meisten Gründungen ist. Sie kombiniert das Beste aus beiden Welten: die emotionale Kraft eines Symbols mit der Klarheit und dem direkten Schutz eines Namens.


Sie ist oft die pragmatischere Lösung, wenn:


  • Ihr Budget für den Markenaufbau begrenzt ist.

  • Ihr Unternehmensname bereits aussagekräftig ist und unbedingt geschützt werden soll.

  • Sie das Risiko von Verwechslungen minimieren und einen breiteren Schutzumfang anstreben.


Die Beliebtheit reiner Bildmarken in Deutschland ist nach wie vor überschaubar, auch wenn ihre strategische Bedeutung wächst. Laut Statistiken des DPMA aus dem Jahr 2020 machten reine Bildmarken mit 2.265 Anmeldungen nur etwa 3–4 % aller Markenanmeldungen aus. Die Erfolgsquote bei der Eintragung liegt bei rund 65 %, wobei viele Anmeldungen an mangelnder Unterscheidungskraft scheitern – eine Hürde, die bei universell verständlichen Symbolen besonders hoch ist. Weitere Einblicke zum Thema Markenanmeldung finden Sie in diesem Überblick auf lawst.de.


Am Ende ist die Wahl zwischen einer reinen Bildmarke und einer Wort-Bild-Marke keine Frage von richtig oder falsch. Es ist eine Frage der Strategie, der Ressourcen und des Mutes, einen unverwechselbaren visuellen Weg zu gehen.


Woran man eine wirklich starke Bildmarke erkennt


Eine Bildmarke, die im Gedächtnis bleibt, ist viel mehr als nur eine hübsche Grafik. Dahinter stecken immer strategische Überlegungen und präzise gestalterische Arbeit. Stellen Sie es sich wie einen Architekten vor, der das Fundament eines Hauses plant: Bestimmte Prinzipien müssen einfach stimmen, damit die Bildmarke ihre volle Wirkung entfaltet und langfristig für Ihr Unternehmen arbeiten kann.


Diese Prinzipien sind keine starren Regeln, sondern eher Leitplanken. Sie sorgen dafür, dass Ihr visuelles Symbol nicht nur heute, sondern auch in Zukunft relevant und funktional bleibt. Nur wenn eine Bildmarke diese Kriterien erfüllt, wird sie zu einem kraftvollen Werkzeug für Ihren Markenaufbau.


Laptop mit geometrischem Logo auf dem Bildschirm, Schreibtisch mit Dokumenten und arbeitender Person, Text 'EINFACH & EINPRAGSAM'.

Einfachheit und Einprägsamkeit sind der Schlüssel


Schauen Sie sich die erfolgreichsten Bildmarken der Welt an. Was fällt Ihnen auf? Sie sind verblüffend einfach. Nehmen wir den Nike-Swoosh oder die drei Streifen von Adidas – diese Symbole sind so reduziert, dass sie sich sofort ins Gedächtnis einbrennen. Ein Kind könnte sie nachzeichnen.


Genau darin liegt ihre Genialität. Ein überladenes, komplexes Design mag künstlerisch vielleicht beeindrucken, aber es überfordert unser Gehirn im Alltag. Einfachheit hingegen führt zu sofortiger Wiedererkennung und macht Ihre Marke auf den ersten Blick verständlich.


Eine starke Bildmarke ist nicht dann perfekt, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann. Sie ist die Essenz Ihrer Markenbotschaft in ihrer reinsten visuellen Form.

Vielseitig und skalierbar – ein Muss im Alltag


Ihre Marke muss heute auf unzähligen Kanälen präsent sein. Deshalb muss Ihre Bildmarke ein echter Verwandlungskünstler sein und in den unterschiedlichsten Größen und Kontexten eine gute Figur machen.


Dieses Prinzip, die Skalierbarkeit, ist in der Praxis überlebenswichtig. Denken Sie nur an diese Beispiele:


  • Im Kleinen: Ihr Logo muss als winziges Favicon im Browser-Tab oder als Profilbild in einer Social-Media-App noch klar erkennbar sein.

  • Im Großen: Gleichzeitig muss es auf einem riesigen Messebanner oder einem Plakat an der Hauswand gestochen scharf und wirkungsvoll aussehen.


Wenn beim Verkleinern feine Details verschwimmen oder das Symbol unkenntlich wird, verliert es seine Funktion. Ein gutes Design funktioniert daher in Schwarz-Weiß genauso gut wie in Farbe und auf jedem denkbaren Medium – von der gestickten Applikation auf Arbeitskleidung bis zur digitalen Anzeige.


Zeitlos und relevant bleiben


Trends kommen und gehen, aber Ihre Marke sollte Bestand haben. Eine wirklich starke Bildmarke ist deshalb zeitlos gestaltet. Sie verzichtet bewusst auf modische Effekte oder verspielte Schriften, die in wenigen Jahren veraltet wirken und ein teures Rebranding erzwingen würden.


Zeitlosigkeit bedeutet aber nicht, langweilig zu sein. Es geht vielmehr darum, eine visuelle Sprache zu finden, die universell ist und die Kernwerte Ihres Unternehmens dauerhaft transportiert. Das Logo sollte die Geschichte Ihrer Marke erzählen und für Ihre Zielgruppe relevant sein, ohne sich jedem kurzfristigen Design-Hype zu unterwerfen.


Farben und Formen spielen hier eine riesige Rolle, da sie direkt Emotionen und Assoziationen auslösen. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, wie Sie die richtige visuelle Sprache für Ihr Unternehmen finden, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel darüber, wie Sie Farben für Ihr Logo finden, die Ihre Markenidentität stärken.


Am Ende ist es genau das, was eine herausragende Bildmarke auszeichnet: Sie vereint all diese Prinzipien in einem harmonischen, unverwechselbaren Symbol. So wird sie zum stillen, aber unglaublich mächtigen Botschafter Ihres Unternehmens.


Was wir von berühmten Bildmarken lernen können


Theorie ist gut und schön, aber erst in der Praxis zeigt sich, was wirklich funktioniert. Die stärksten Bildmarken der Welt sind weit mehr als nur hübsche Logos. Sie sind zu kulturellen Ikonen geworden, die ohne ein einziges Wort ganze Geschichten erzählen und Emotionen auslösen. Wenn wir sie genauer unter die Lupe nehmen, ist das wie ein Blick in den Maschinenraum von richtig gutem Branding.


Indem wir uns anschauen, was diese weltberühmten Symbole so erfolgreich macht, können wir eine Menge für unsere eigene Marke lernen. Diese Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie aus einer einfachen Grafik ein unbezahlbarer Teil des Unternehmensvermögens werden kann.


Eine Person betrachtet in einer Kunstgalerie ein abstraktes Gemälde mit einem roten K auf grünem Grund.

Nike – der Swoosh als Symbol für den Sieg


Kaum eine Bildmarke hat es geschafft, Bewegung, Willensstärke und Erfolg so auf den Punkt zu bringen wie der Nike-Swoosh. Man mag es kaum glauben, aber 1971 zahlte Nike der damaligen Designstudentin Carolyn Davidson gerade einmal 35 US-Dollar dafür. Heute ist der Swoosh eines der bekanntesten Symbole der Welt.


Das Geniale daran ist seine Einfachheit. Der geschwungene Haken erinnert an den Flügel der griechischen Siegesgöttin Nike und strahlt gleichzeitig eine unglaubliche Geschwindigkeit und Dynamik aus. Das Symbol ist so stark, dass das Unternehmen schon lange komplett auf den Schriftzug verzichten kann – jeder weiß sofort, worum es geht.


  • Die Lektion: Eine wirkungsvolle Bildmarke braucht keinen Schnickschnack. Oft ist es gerade die Reduktion auf das Wesentliche, die eine universelle und zeitlose Kraft entfaltet.


Apple – der angebissene Apfel


Das Apple-Logo ist ein echtes Meisterstück. Es steht für Innovation, minimalistisches Design und den Mut, anders zu sein. Das erste Logo war noch eine detailreiche Zeichnung von Isaac Newton unter einem Baum – zum Glück hat man sich schnell für den angebissenen Apfel entschieden, den wir heute kennen.


Der Biss hat übrigens einen ganz praktischen Grund: Er sorgt dafür, dass der Apfel auch in winziger Darstellung nicht mit einer Kirsche verwechselt wird. Gleichzeitig ist er eine subtile Anspielung auf den biblischen Baum der Erkenntnis und verbindet die Marke so geschickt mit den Themen Wissen und Fortschritt.


Das Apple-Logo ist das perfekte Beispiel dafür, wie ein einziges, cleveres Detail eine ganze Geschichte erzählen und einer Marke echte Tiefe und Persönlichkeit verleihen kann.

Audi – die vier Ringe der Einheit


Die vier ineinandergreifenden Ringe von Audi sind kein Zufallsprodukt, sondern erzählen eine Geschichte. Sie stehen für den Zusammenschluss der vier ursprünglich eigenständigen deutschen Autohersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer im Jahr 1932. Jeder Ring repräsentiert eines dieser Gründungsunternehmen.


Die Stärke dieses Logos liegt in seiner klaren, geometrischen Form und seiner tiefen historischen Verwurzelung. Es vermittelt Werte wie Zusammenhalt, Stärke und deutsche Ingenieurskunst, ohne dass man es dazusagen müsste. Die schlichte Eleganz passt einfach perfekt zum Premium-Anspruch der Marke.


Was können wir daraus mitnehmen?


  1. Erzählen Sie eine Geschichte: Eine Bildmarke, die auf der eigenen Unternehmensgeschichte aufbaut, wirkt authentisch und schafft eine viel stärkere Verbindung.

  2. Klarheit schlägt Komplexität: Symmetrische und einfache Formen prägen sich besser ein und strahlen Vertrauen und Stabilität aus.

  3. Laden Sie Ihr Logo emotional auf: Über viele Jahre hinweg wurde das Logo konsequent mit Qualität und dem Slogan „Vorsprung durch Technik“ verknüpft und so emotional aufgeladen.


Diese Beispiele machen klar: Eine erfolgreiche Bildmarke ist keine reine Geschmacksfrage. Sie ist das sichtbare Ergebnis einer klaren Strategie, einer guten Geschichte und einer konsequenten Markenführung. Eine ähnlich beeindruckende Geschichte steckt hinter einem anderen weltberühmten Symbol, wie Sie in unserem Beitrag über die Macht des goldenen M nachlesen können.


Wie wir Ihre Markenvision zum Leben erwecken


Eine Bildmarke zu wollen, ist der erste Schritt. Die eigentliche Kunst liegt aber darin, aus einer guten Idee ein visuelles Symbol zu schmieden, das Ihre Kunden anspricht und Ihre Unternehmensziele wirklich voranbringt. Genau das ist unsere Aufgabe: Wir nehmen Ihre Vision und machen daraus ein konkretes, wirkungsvolles Ergebnis.


Bei OCTA MEDIA geht es um mehr als nur schönes Design. Wir verstehen uns als Architekten Ihrer visuellen Identität. Mit einer Mischung aus Kreativität und strategischem Denken schaffen wir Marken, die nicht nur gut aussehen, sondern vor allem eines tun: funktionieren.


Lachende Frau präsentiert ein Logo auf einem Tablet vor zwei Kollegen in einem modernen Meetingraum mit Branding-Schriftzug.

Unser bewährter Weg zu Ihrer Marke


Eine starke Bildmarke fällt nicht vom Himmel. Sie ist das Ergebnis eines durchdachten Prozesses, bei dem jeder Schritt logisch auf dem nächsten aufbaut. Für unsere mittelständischen Kunden haben wir eine klare Methode entwickelt, die sicherstellt, dass kein Detail auf der Strecke bleibt.


Der Weg lässt sich am besten in vier Kernphasen unterteilen:


  1. Strategie & Analyse: Am Anfang steht immer das Zuhören. In intensiven Workshops tauchen wir tief in Ihre Werte, Ziele und vor allem in die Welt Ihrer Zielgruppe ein. Wir schauen uns genau an, was Ihre Wettbewerber machen, und meißeln gemeinsam die einzigartige Position Ihrer Marke heraus.

  2. Kreative Konzeption: Auf dieser strategischen Basis beginnt unser Designteam, erste visuelle Ideen zu skizzieren. Hier geht es darum, die Persönlichkeit Ihrer Marke in Formen, Farben und Symbole zu übersetzen und verschiedene kreative Richtungen zu testen.

  3. Design & Ausarbeitung: Die Entwürfe mit dem größten Potenzial feilen wir dann in enger Absprache mit Ihnen aus. Jedes noch so kleine Detail wird auf Wirkung, Skalierbarkeit und Wiedererkennung geprüft, bis die finale Bildmarke einfach perfekt sitzt.

  4. Implementierung & Integration: Mit dem fertigen Logo ist die Arbeit aber noch lange nicht getan. Wir kümmern uns darum, dass Ihre neue Bildmarke nahtlos in all Ihren Kanälen funktioniert – von der Website über Social Media bis hin zu klassischen Drucksachen.


Ein Logo ist erst dann erfolgreich, wenn es nicht nur auf dem Papier überzeugt, sondern im täglichen Kontakt mit dem Kunden seine volle Wirkung entfaltet. Es ist das Fundament, auf dem Ihre gesamte digitale Kommunikation aufbaut.

Mehr als nur ein Logo – eine ganzheitliche Strategie


Wir sehen die Entwicklung einer Bildmarke niemals als isoliertes Projekt. Für uns ist sie der zentrale Baustein Ihrer gesamten digitalen Präsenz. Das heißt, wir denken von Anfang an mit, wie Ihr neues Symbol im Zusammenspiel mit SEO, Social Media und Content Marketing am besten funktioniert.


  • Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO): Ihre Bildmarke muss in verschiedenen Formaten, zum Beispiel als Favicon, technisch sauber eingebunden sein. Das verbessert die Nutzererfahrung und kann sich so indirekt positiv auf Ihr Ranking auswirken.

  • Für Social Media: Wir sorgen dafür, dass Ihr Logo als Profilbild auf allen Plattformen sofort ins Auge sticht und einen hohen Wiedererkennungswert hat.

  • Fürs Webdesign: Das Logo ist der visuelle Anker Ihrer Website. Es muss sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen und Ihre Markenbotschaft auf den ersten Blick rüberbringen.


Dieser ganzheitliche Ansatz sorgt dafür, dass Ihre Investition sich langfristig auszahlt und Ihre Bildmarke zum Motor Ihres digitalen Erfolgs wird. Wenn Sie genauer wissen möchten, wie wir Markenidentitäten Schritt für Schritt aufbauen, werfen Sie einen Blick in unseren Artikel, der unseren detaillierten Prozess für eine starke Markenidentität beschreibt. So schaffen wir gemeinsam eine visuelle Identität, die Ihre Markenvision Realität werden lässt.


Häufig gestellte Fragen zur Bildmarke


Rund um das Thema Bildmarke tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf. Das ist ganz normal, gerade wenn man sich zum ersten Mal damit beschäftigt. Um Ihnen hier ein wenig unter die Arme zu greifen, haben wir die wichtigsten Punkte gesammelt und verständlich aufbereitet.


Betrachten Sie die folgenden Antworten als eine Art Kompass, der Ihnen hilft, die richtigen strategischen Weichen für Ihre Marke zu stellen.


Was kostet mich die Anmeldung einer Bildmarke?


Die gute Nachricht vorweg: Die reinen Amtsgebühren beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) sind absolut überschaubar. Für eine Online-Anmeldung fallen 290 Euro an. Mit dieser Grundgebühr sichern Sie Ihre Marke für bis zu drei verschiedene Waren- oder Dienstleistungsklassen ab.


Sollten Sie mehr Schutz benötigen, kostet jede weitere Klasse 100 Euro extra. Aber Achtung: Das sind nur die Gebühren des Amtes. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen und einen Anwalt oder eine Agentur für die Recherche und Anmeldung ins Boot holen, kommen deren Honorare natürlich noch obendrauf. Eine Investition, die sich oft auszahlt, um teure Fehler von Anfang an zu vermeiden.


Wie lange ist meine Bildmarke geschützt?


Eine einmal eingetragene Bildmarke genießt Schutz für volle zehn Jahre, gerechnet ab dem Tag der Anmeldung. Das gibt Ihnen eine Menge Sicherheit und Zeit, Ihr visuelles Aushängeschild fest im Markt zu verankern.


Und das Beste daran? Der Schutz muss nach zehn Jahren nicht enden. Sie können ihn einfach verlängern – und das beliebig oft, immer wieder für weitere zehn Jahre. Sie müssen nur rechtzeitig die Verlängerungsgebühr zahlen. So kann Ihre Bildmarke im Grunde ewig leben und zu einem extrem wertvollen Teil Ihres Unternehmens werden.


Eine Bildmarke ist keine kurzfristige Ausgabe, sondern eine langfristige Investition. Ihr Wert wächst mit jedem Jahr, in dem sie für Ihre Kunden ein vertrautes Gesicht ist.

Kann ich meine Bildmarke später einfach anpassen?


Das ist ein ganz entscheidender Punkt, der oft unterschätzt wird: Nein, eine eingetragene Bildmarke ist im Grunde in Stein gemeißelt. Der Schutz gilt exakt für die eine Version, die Sie beim Amt hinterlegt haben.


Schon kleine Anpassungen – eine andere Farbe, eine leicht veränderte Form – können den Markenschutz aushebeln. Planen Sie also ein größeres Redesign Ihres Logos, müssen Sie für das neue Design auch eine komplett neue Marke anmelden. Das macht umso deutlicher, wie wichtig ein durchdachtes, zeitloses Design von Anfang an ist.


Wo liegt der Unterschied zwischen Urheberrecht und Markenrecht?


Beide schützen geistiges Eigentum, aber sie tun es auf unterschiedliche Weise und mit einem anderen Ziel. Gerade bei Logos spielen beide eine Rolle:


  • Das Urheberrecht schützt die kreative Leistung des Designers, also die "persönliche geistige Schöpfung". Dieser Schutz entsteht automatisch in dem Moment, in dem das Werk geschaffen wird – vorausgesetzt, es ist originell genug.

  • Das Markenrecht hingegen schützt nicht die Kunst, sondern die Funktion des Logos im Geschäftsleben: Es soll als klares Zeichen dienen, von wem ein Produkt oder eine Dienstleistung stammt. Dieser Schutz entsteht erst, wenn Sie die Marke aktiv ins Register eintragen lassen.


Ein Logo kann also durchaus von beiden Rechten erfasst werden. Für Sie als Unternehmen ist aber das Markenrecht entscheidend. Nur damit können Sie verhindern, dass ein Wettbewerber ein zum Verwechseln ähnliches Zeichen für seine Produkte nutzt. Um tiefer in die rechtlichen Details und die spezifischen Nutzungsrechte einzutauchen, ist dieser weiterführende Artikel eine klare Empfehlung.



Ist Ihre Marke bereit für ein Gesicht, das im Gedächtnis bleibt? Bei OCTA MEDIA entwickeln wir nicht nur Logos, sondern schaffen visuelle Identitäten, die Ihre Geschichte erzählen und Ihre Unternehmensziele unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Vision zum Leben erwecken.



 
 
 

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