top of page

Projektplan Website Relaunch – projektplan website relaunch erklärt

  • vor 19 Stunden
  • 16 Min. Lesezeit

Ein Projektplan für einen Website-Relaunch ist keine simple To-do-Liste. Er ist Ihr Kompass für den gesamten Prozess – von der ersten Idee bis zur Erfolgsmessung nach dem Livegang. Hier werden Ziele, Ressourcen, Zeitpläne und Verantwortlichkeiten festgezurrt, damit das Projekt pünktlich fertig wird, im Budget bleibt und vor allem Ihre Geschäftsziele erreicht. Ohne diesen Plan stochern Sie im Nebel und riskieren teure Fehler.


Warum ein Relaunch ohne Plan fast immer scheitert


Ein Website-Relaunch ohne durchdachten Fahrplan ist kein kalkuliertes Risiko, sondern der direkte Weg ins digitale Chaos. Viele unterschätzen die Komplexität und sehen nur die glänzende Oberfläche, also das neue Design. Doch darunter warten technische Tücken, inhaltliche Hürden und strategische Fallstricke, die ohne präzise Planung schnell zur Kostenfalle werden.


Ein guter Plan zwingt Sie dazu, die richtigen Fragen zu stellen, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird. Er ist das zentrale Dokument für die Kommunikation zwischen allen Beteiligten – vom Management über das Marketing bis hin zur externen Agentur.


Was eine fehlende Planung wirklich kostet


Wenn ein Projektplan für den Website-Relaunch fehlt, tauchen unweigerlich Probleme auf, die weit über einen verspäteten Start hinausgehen. Die teuersten Folgen aus der Praxis sind:


  • Massiver Absturz im Ranking: Suchmaschinen wie Google bewerten etablierte Seiten nach hunderten Kriterien. Ein unkoordinierter Relaunch ohne saubere SEO-Migrationsstrategie kann diese über Jahre aufgebaute Autorität über Nacht zunichtemachen.

  • Schlechte User Experience (UX): Die neue Seite sieht vielleicht modern aus, aber wenn die Nutzer nicht mehr finden, was sie suchen, brechen die Verkaufs- oder Anfragezahlen ein. Eine gute Planung stellt den Nutzer von Anfang an in den Mittelpunkt.

  • Explodierendes Budget: Plötzlich auftauchende Aufgaben, späte Änderungswünsche und unklare Verantwortlichkeiten führen zu Verzögerungen und treiben die Kosten in die Höhe. Ein klarer Rahmen schützt vor diesem gefürchteten „Scope Creep“.

  • Interne Reibereien: Ohne klare Zuständigkeiten und Deadlines kommt es schnell zu Konflikten zwischen den Abteilungen. Der Projektplan sorgt dafür, dass jeder weiß, was wann von ihm erwartet wird.


Ein Relaunch ist kein reines IT-Projekt, sondern eine strategische Geschäftsentscheidung. Der Plan stellt sicher, dass die neue Website direkt auf die Unternehmensziele einzahlt und nicht nur eine neue Hülle bekommt.

Ein reales Beispiel, das abschreckt


Die Folgen mangelhafter Planung sind kein theoretisches Geschwafel. Ein dokumentierter Fall aus Deutschland zeigt die dramatischen Auswirkungen: Ein Unternehmen verlor bei einem Relaunch samt Domainwechsel dauerhaft etwa 66 Prozent seiner Sichtbarkeit bei Google.


Der finanzielle Schaden war verheerend – die wöchentlichen Umsatzeinbußen beliefen sich auf rund 37.000 Euro. Das Unternehmen hat nicht lange überlebt, weil die Korrekturen zu spät kamen. Die ganze Geschichte können Sie in diesem Beitrag über das Relaunch-Desaster auf onlinemarketing-strategy.de nachlesen.


Dieses Beispiel unterstreicht eine wichtige Faustregel, die sich gerade für mittelständische Unternehmen bewährt hat: die 70/30-Regel. Investieren Sie 70 % Ihrer Ressourcen in eine akribische Planung und nur 30 % in die eigentliche Umsetzung. Dieser anfängliche Mehraufwand ist die beste Versicherung gegen spätere Katastrophen und sichert den langfristigen Erfolg Ihrer neuen digitalen Visitenkarte.


Die sechs Phasen Ihres Relaunch-Projekts


Ein Website-Relaunch ist kein Sprint, sondern ein Marathon mit klaren Etappen. Wer versucht, alles gleichzeitig zu erledigen, verliert schnell den Überblick. Deshalb hat es sich in der Praxis bewährt, das ganze Vorhaben in sechs logische Phasen zu zerlegen. Diese Struktur ist Ihr Kompass – sie hilft Ihnen, den Kurs zu halten, Ressourcen richtig zu verteilen und klare Meilensteine zu setzen. Gerade das macht einen gut durchdachten Projektplan für einen Website-Relaunch aus.


Jede Phase hat ihre eigenen Ziele und Aufgaben. Für mittelständische Unternehmen ist es dabei besonders wichtig, dass diese Abschnitte nicht im stillen Kämmerlein abgearbeitet werden. Regelmäßige Abstimmungen zwischen Marketing, Vertrieb, IT und der Geschäftsführung sind der Kitt, der das Projekt wirklich zusammenhält.


Um Ihnen einen schnellen Überblick zu geben, fasst diese Tabelle die Kernphasen zusammen:


Übersicht der Projektphasen im Website Relaunch


Phase

Hauptziel

Wichtige Aufgaben

Typischer Zeitrahmen (Beispiel)

1. Analyse & Zieldefinition

Klarheit über den Status quo und messbare Ziele schaffen

Performance-Analyse (Analytics, SEO), Stakeholder-Interviews, KPI-Definition

2-4 Wochen

2. Konzeption & Planung

Den strategischen und strukturellen Rahmen der neuen Seite festlegen

Informationsarchitektur, UX-Konzept, Wireframing, technische Spezifikation

3-6 Wochen

3. Design & Content-Erstellung

Das visuelle Erscheinungsbild und die Inhalte zum Leben erwecken

UI-Design (Mockups), Content-Plan, Texterstellung, Bild- & Videoproduktion

6-10 Wochen

4. Technische Umsetzung

Das Konzept und Design in funktionierenden Code verwandeln

CMS-Setup, Frontend- & Backend-Entwicklung, Implementierung von Funktionen

8-12 Wochen

5. Testing & Launch

Qualitätssicherung und reibungslosen Go-live sicherstellen

Cross-Browser-Testing, Funktions-Checks, SEO-Migrations-Check, Launch-Planung

2-3 Wochen

6. Post-Launch-Optimierung

Erfolg messen, iterieren und die Seite kontinuierlich verbessern

KPI-Monitoring, Bug-Fixing, Nutzerfeedback-Analyse, A/B-Testing

Laufend


Wie Sie sehen, bauen die Phasen aufeinander auf und sind oft miteinander verzahnt. Schauen wir uns die einzelnen Schritte genauer an.


Phase 1: Analyse und Zieldefinition


Das ist das Fundament für alles, was kommt. Bevor auch nur eine einzige Design-Idee auf dem Tisch liegt, müssen wir genau wissen, wo wir stehen und wohin die Reise gehen soll. Tauchen Sie tief in die Daten Ihrer aktuellen Website ein: Welche Seiten bringen wirklich Traffic? Wo steigen die Leute frustriert aus? Welche Inhalte sorgen am Ende für eine Anfrage oder einen Kauf?


Werkzeuge wie Google Analytics und die Search Console sind hier Gold wert, um harte Fakten zu sammeln. Genauso wichtig sind aber die Gespräche mit den Menschen im Unternehmen. Was braucht der Vertrieb wirklich von der neuen Seite? Welche Fragen von Kunden landen ständig beim Support, die eine gute Website direkt beantworten könnte?


Aus all diesen Erkenntnissen formen Sie dann messbare Ziele. Ein schwammiger Wunsch wie „wir brauchen eine modernere Website“ bringt niemanden weiter. Werden Sie konkret und definieren Sie handfeste KPIs:


  • Die organische Sichtbarkeit soll in den ersten sechs Monaten um 20 % steigen.

  • Wir wollen die Absprungrate auf unseren wichtigsten Landingpages um 15 % senken.

  • Das Ziel ist eine Steigerung der Conversion-Rate für Kontaktanfragen um 10 %.


Phase 2: Konzeption und Planung


Mit den Zielen in der Tasche geht es jetzt an die Blaupause – das „Wie“. Hier entsteht das strategische Gerüst Ihrer neuen Website. Dazu gehören vor allem die Informationsarchitektur (also die Menüstruktur und der Seitenaufbau), die User Experience (UX) und die Entscheidung für die richtige technische Basis.


Ein entscheidender Schritt in dieser Phase ist die Erstellung von Wireframes. Das sind quasi die Schwarz-Weiß-Baupläne Ihrer Seiten, die den Aufbau und die Platzierung von Elementen zeigen – ganz ohne ablenkendes Design. So können Sie die Nutzerführung frühzeitig testen und verfeinern, bevor auch nur ein Euro in die teure Design- oder Programmierarbeit fließt.


Ein durchdachtes Konzept ist die Brücke zwischen Ihren Geschäftszielen und der finalen Umsetzung. Hier entscheiden Sie, wie Nutzer durch die Seite geführt werden, welche Inhalte Priorität haben und wie die technische Grundlage aussehen soll.

Gerade bei einem Projekt mit sechs Phasen und vielen Beteiligten kann eine gute Einsatzplanungssoftware den Unterschied machen. Solche Tools helfen dabei, den Überblick über Aufgaben, Zeitpläne und Ressourcen zu behalten.


Phase 3: Design und Content-Erstellung


Jetzt wird es bunt und konkret! Auf Basis der freigegebenen Wireframes erweckt das Design-Team die Website zum Leben und entwickelt das visuelle Erscheinungsbild (UI-Design). Farben, Schriftarten, Bildwelten – alles wird passend zu Ihrem Corporate Design gestaltet, um einen stimmigen und professionellen Eindruck zu schaffen.


Gleichzeitig startet eine der wichtigsten und oft unterschätztesten Aufgaben: die Content-Erstellung. Vergessen Sie nie: Erstklassiger Inhalt ist der eigentliche Motor Ihrer Website. Er muss nicht nur Ihre Zielgruppe begeistern, sondern auch für Suchmaschinen optimiert sein. Planen Sie also genug Zeit und Ressourcen für das Texten, die Erstellung von Fotos, Grafiken oder Videos ein.


Die folgende Grafik zeigt sehr eindrücklich, was passiert, wenn man auf einen strukturierten, phasenbasierten Plan verzichtet.


Ein Flussdiagramm zeigt die Relaunch-Risiken: von fehlender Planung über Chaos bis zu finanziellen Verlusten.


Das Bild macht klar: Ohne Plan steuert man direkt ins Chaos und riskiert messbare Verluste. Genau das wollen wir mit einer sauberen Phasenplanung verhindern.


Phase 4: Technische Umsetzung


In dieser Phase wird aus dem Konzept und Design endlich eine funktionierende Website. Die Entwickler setzen das Content-Management-System (CMS) auf, programmieren die Templates und implementieren alle geplanten Funktionen und Schnittstellen.


Hier liegt der Fokus auf drei entscheidenden technischen Säulen:


  • Responsives Design: Die Seite muss auf jedem Gerät – vom großen Monitor bis zum kleinen Smartphone – perfekt aussehen und bedienbar sein.

  • Ladegeschwindigkeit: Eine schnelle Seite ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für eine gute User Experience und ein entscheidender Rankingfaktor bei Google.

  • SEO-Grundlagen: Saubere URL-Strukturen, die korrekte Implementierung von Meta-Tags und eine logische interne Verlinkung werden hier im Code verankert.


Phase 5: Testing und Launch


Der große Moment rückt näher! Bevor die neue Seite aber online geht, muss sie auf Herz und Nieren geprüft werden. Ein gründlicher Testlauf ist unverzichtbar, um peinliche Fehler zu finden, bevor Ihre Kunden sie entdecken.


Checken Sie systematisch alle Links, Formulare und interaktiven Elemente. Testen Sie die Darstellung in verschiedenen Browsern und natürlich auf allen mobilen Geräten. Ein ganz kritischer Punkt: die Überprüfung aller 301-Weiterleitungen. Damit stellen Sie sicher, dass alte URLs sauber auf die neuen umgeleitet werden und kein wertvoller SEO-Traffic verloren geht. Um hier nichts zu übersehen, können Sie sich an unserer ultimativen Website-Relaunch-Checkliste orientieren.


Phase 6: Post-Launch-Optimierung


Herzlichen Glückwunsch, die Seite ist live! Aber die Arbeit ist damit nicht vorbei – sie fängt eigentlich erst richtig an. Der Launch ist der Startschuss für die kontinuierliche Optimierung.


Behalten Sie Ihre zu Beginn definierten KPIs ganz genau im Auge. Analysieren Sie mit Tools wie Hotjar oder Microsoft Clarity, wie sich die echten Nutzer auf der neuen Seite verhalten. Wo klicken sie? Wo scrollen sie? Wo hakt es vielleicht noch?


Sammeln Sie aktiv Feedback, beheben Sie schnell die kleinen Fehler, die immer auftauchen, und optimieren Sie Ihre Inhalte und Funktionen Schritt für Schritt. Eine erfolgreiche Website ist nie „fertig“. Sie ist ein lebendiges Projekt, das sich immer wieder an neue Marktbedingungen und Nutzererwartungen anpassen muss.


So klappt der Umzug: Wie Sie Ihr SEO und Ihre Inhalte sicher auf die neue Website bringen


Jetzt wird es ernst. An diesem Punkt entscheidet sich, ob Ihr Relaunch ein voller Erfolg wird oder ob Sie die Früchte jahrelanger SEO-Arbeit wegwerfen. Die SEO- und Content-Migration ist weit mehr als nur ein technischer Haken auf der To-do-Liste – sie ist das Herzstück des gesamten Projekts. Von ihr hängt Ihre zukünftige Sichtbarkeit bei Google ab.


Ganz offen gesagt: Eine schlampig durchgeführte Migration ist der schnellste Weg, um hart erarbeitete Rankings zu verlieren. Das Ziel muss also sein, eine absolut wasserdichte Strategie zu entwickeln. Eine, die Ihre bestehenden Google-Positionen nicht nur absichert, sondern sie als Sprungbrett für zukünftiges Wachstum nutzt. Ohne diesen Plan stochern Sie im Nebel und riskieren, dass Ihre schicke, teure neue Website am Ende von niemandem gefunden wird.


Laptop auf Schreibtisch zeigt ein Diagramm für SEO-Migration mit Pfeilen, Notizzetteln und Büropflanze.


Zuerst die Inventur: Was haben wir eigentlich?


Jede gute Migrationsstrategie startet mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Bevor Sie entscheiden, was bleibt, was optimiert wird und was wegkann, müssen Sie ganz genau wissen, was Sie besitzen.


Der erste Schritt ist immer ein kompletter Crawl Ihrer aktuellen Website. Schnappen Sie sich ein Tool wie Screaming Frog oder Ahrefs und ziehen Sie sich eine vollständige Liste aller URLs, Seitentitel, Meta-Descriptions und was sonst noch an SEO-relevanten Daten da ist. Diese Liste ist Ihr Gold, die Datengrundlage für alles Weitere.


Als Nächstes tauchen Sie tief in Ihre Performance-Daten aus der Google Search Console und Google Analytics ein. Konzentrieren Sie sich dabei auf ein paar Schlüsselfragen:


  • Welche Seiten bringen den meisten organischen Traffic? Das sind Ihre Kronjuwelen. Behandeln Sie sie mit äußerster Sorgfalt.

  • Für welche Keywords ranken diese Top-Seiten? Sichern Sie diese Keywords und überlegen Sie, wie Sie deren Positionen auf der neuen Seite noch weiter stärken können.

  • Welche Seiten haben die meisten Backlinks? Der Verlust dieser Seiten ohne eine saubere Weiterleitung wäre für Ihre Domain-Autorität fatal.

  • Welche Inhalte sorgen für Conversions? Finden Sie heraus, welche Seiten tatsächlich Anfragen, Verkäufe oder Leads generieren.


Nehmen Sie sich für diese Analyse wirklich Zeit. Aus Erfahrung kann ich sagen: Eine einzige übersehene, traffic-starke URL kann nach dem Relaunch für einen schmerzhaften Besuchereinbruch sorgen, den man nur mühsam wieder repariert.

Das Fundament gießen: Eine zukunftssichere URL-Struktur


Die URL-Struktur ist wie das Fundament eines Hauses. Man sieht es später kaum, aber es trägt die gesamte Konstruktion. Ein Relaunch ist die perfekte Gelegenheit, um mit alten, unlogischen oder technisch veralteten URL-Strukturen aufzuräumen.


Ein typisches Beispiel aus der Praxis: Stellen Sie sich vor, eine alte Produktseite hatte eine URL wie diese: . Das sagt weder einem Menschen noch einer Suchmaschine irgendetwas.


Eine moderne, „sprechende“ URL wäre stattdessen: . Diese Struktur ist sofort verständlich, enthält wichtige Keywords und verbessert die User Experience spürbar.


Worauf sollten Sie bei der Planung Ihrer neuen URLs achten?


  • Logisch und hierarchisch: Die URLs sollten die Struktur Ihrer Website widerspiegeln (z. B. ).

  • Kurz und prägnant: Raus mit allen Füllwörtern. Halten Sie die URLs so kurz wie möglich, aber so lang wie nötig.

  • Keywords sinnvoll einbauen: Nutzen Sie Ihre Haupt-Keywords ganz natürlich in der URL.


Die Lebensversicherung: Die lückenlose 301-Weiterleitungs-Map


Jetzt kommt der technisch kritischste Teil der SEO-Migration. Eine 301-Weiterleitung ist ein permanenter Umzugsbefehl für Suchmaschinen. Sie sagt Google & Co., dass eine Seite dauerhaft an eine neue Adresse umgezogen ist. Entscheidend dabei ist: Sie stellt sicher, dass der Großteil des „Link-Juice“ (also des SEO-Werts) von der alten auf die neue Seite vererbt wird.


Ihre Aufgabe ist es, für jede einzelne alte URL die passende neue Ziel-URL zu finden und das Ganze in einer Tabelle – der sogenannten Redirect-Map – festzuhalten.


Alte URL

Neue URL








Jede URL, die hier vergessen wird, landet nach dem Relaunch auf einer 404-Fehlerseite. Das frustriert nicht nur Ihre Besucher, sondern ist auch ein negatives Signal an Google, das sich direkt auf Ihre Rankings auswirken kann.


Inhalte und Technik: Worauf es noch ankommt


Neben den URLs müssen natürlich auch alle Inhalte und die technischen SEO-Einstellungen sauber mit umziehen. Oft ist ein Relaunch auch die Chance, auf ein moderneres Content-Management-System (CMS) zu wechseln. Um die beste technische Grundlage für Ihre SEO-Ziele zu schaffen, informieren Sie sich am besten in unserem ultimativen Leitfaden über die Auswahl des richtigen CMS.


Stellen Sie sicher, dass alle wichtigen On-Page-Elemente korrekt übertragen und bei der Gelegenheit auch optimiert werden:


  1. Seitentitel und Meta-Descriptions: Sie sind Ihr Aushängeschild in den Suchergebnissen und entscheidend für die Klickrate.

  2. Überschriftenstruktur (H1, H2, H3): Eine saubere Hierarchie hilft Suchmaschinen, den Kontext Ihrer Seiten zu verstehen.

  3. Bild-Alt-Tags: Sorgen Sie dafür, dass alle Bilder beschreibende Alt-Texte haben. Das ist nicht nur gut für die Barrierefreiheit, sondern auch für die Bildersuche.

  4. Strukturierte Daten (Schema.org): Wenn noch nicht vorhanden, implementieren Sie strukturierte Daten, um sich die Chance auf Rich Snippets in den Suchergebnissen zu sichern.


Ihr Team und Budget richtig aufstellen



Der beste Projektplan für einen Website-Relaunch bringt rein gar nichts, wenn die Ressourcen fehlen. Jetzt wird es also konkret: Wir sprechen über das Team, die Zeit und das Geld. Diese drei Faktoren sind es, die am Ende darüber entscheiden, ob Ihr Projekt abhebt oder eine Bruchlandung hinlegt.


Mein Tipp aus Erfahrung: Gerade mittelständische Unternehmen unterschätzen oft massiv den internen Zeitaufwand. Es reicht eben nicht, einfach nur eine Agentur zu bezahlen. Ihr eigenes Team muss für Meetings, Feedbackschleifen und vor allem für die Content-Erstellung greifbar sein. Wenn diese Zeit nicht da ist, sind teure Verzögerungen quasi vorprogrammiert.


Was ein Relaunch wirklich kostet


Eine ehrliche, transparente Budgetplanung ist das A und O, um fiese Überraschungen am Ende zu vermeiden. Die Kosten für einen professionellen Relaunch setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die Sie unbedingt im Blick haben sollten.


Typischerweise fallen Kosten für diese Bereiche an:


  • Konzeption & Strategie: Dazu gehören Workshops, Zielgruppenanalysen, SEO-Audits und die Entwicklung der Seitenstruktur (Informationsarchitektur).

  • Design (UX/UI): Hier geht es um die Erstellung von Wireframes, das eigentliche visuelle Design (UI) und die durchdachte Nutzerführung (UX).

  • Technische Umsetzung: Das ist die reine Programmierung von Frontend und Backend, die Einrichtung des Content-Management-Systems (CMS) und die Anbindung von Schnittstellen, z. B. zu Ihrem CRM.

  • Content-Erstellung: Ob neue Texte geschrieben, Fotoshootings organisiert oder Videos produziert werden müssen – guter Content kostet Zeit und Geld.

  • Lizenzen & Tools: Hier schlagen Kosten für das CMS, eventuelle Premium-Plugins, Stockfotos oder Analyse-Software zu Buche.

  • SEO-Betreuung & Migration: Ein ganz entscheidender Punkt! Dazu gehört die Erstellung der Weiterleitungs-Map, das technische SEO-Setup und die Betreuung während des Go-Lives.


Jeder dieser Posten hat natürlich seinen Preis. Eine detaillierte Aufschlüsselung, mit welchen Summen Sie rechnen sollten, haben wir für Sie in unserem Beitrag über die Kosten einer professionellen Website zusammengefasst.


Den Zeitplan visuell managen mit einem Gantt-Diagramm


Zeit ist mindestens genauso knapp wie Geld. Um bei einem komplexen Projekt wie einem Relaunch den Überblick zu behalten, ist ein Gantt-Diagramm ein Gold-Standard im Projektmanagement. Es macht auf einen Blick sichtbar, welche Aufgaben wann anstehen und wo es Abhängigkeiten gibt.


Man sieht sofort, was parallel laufen kann und wo es Engpässe gibt, weil eine Aufgabe erst fertig sein muss, bevor die nächste starten kann. Das rettet Projektpläne!


Die Schlüsselrollen in Ihrem Projektteam


Ein Relaunch ist immer Teamarbeit. Dabei kommt es weniger auf die Größe des Teams an, sondern darauf, dass die entscheidenden Rollen klar besetzt sind. Ganz egal, ob Sie alles intern stemmen oder mit einer Agentur arbeiten – diese Kompetenzen brauchen Sie an Bord.


Die Kernbesetzung sieht meist so aus:


  1. Der Projektleiter (intern oder extern): Das ist der Dirigent des Orchesters. Er oder sie hält alle Fäden zusammen, wacht über Zeitplan und Budget, koordiniert das Team und ist die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen.

  2. Der Entscheider (Sponsor): Kommt meist aus der Geschäftsführung, gibt die strategische Richtung vor, trifft die finalen Entscheidungen und gibt das Budget frei. Schnelle und klare Entscheidungen von dieser Person sind absolut erfolgskritisch.

  3. Der SEO-Experte: Vom ersten Audit über die Planung der Migration bis zur Erfolgskontrolle nach dem Launch – ohne diese Rolle riskieren Sie Ihre hart erarbeitete Google-Sichtbarkeit.

  4. Der Content-Manager: Ist für die Planung, Erstellung und Pflege aller Inhalte verantwortlich. Diese Person sorgt dafür, dass Texte, Bilder und Videos pünktlich und in der geforderten Qualität geliefert werden.

  5. Der Entwickler/Technik-Verantwortliche: Kümmert sich um die technische Umsetzung, das Hosting und die spätere Wartung. In der Zusammenarbeit mit einer Agentur ist das oft der technische Ansprechpartner auf Kundenseite.


Ein gut aufgestelltes Team ist das Herzstück jedes Relaunches. Neben der richtigen Rollenverteilung können auch erfolgreiche Teambuilding-Maßnahmen die Zusammenarbeit und Motivation erheblich steigern.

Eine reibungslose Kooperation zwischen Ihrem Unternehmen und einer externen Agentur steht und fällt mit Transparenz und klaren Prozessen. Legen Sie von Anfang an feste Ansprechpartner auf beiden Seiten fest, vereinbaren Sie regelmäßige Status-Meetings und nutzen Sie ein gemeinsames Projektmanagement-Tool. So stellen Sie sicher, dass alle jederzeit auf dem gleichen Stand sind. Das spart nicht nur Nerven, sondern am Ende auch eine Menge Geld.


Der Launch und die entscheidende Phase danach


Der Go-Live ist nicht der glorreiche Schlusspunkt, sondern der echte Startschuss. Ab jetzt muss Ihre neue Website im rauen digitalen Alltag beweisen, was sie kann. Viele Relaunch-Projekte scheitern, weil das Team den Launch als Ziel betrachtet und die kritische Phase danach sträflich vernachlässigt.


Doch bevor Sie überhaupt daran denken, den Schalter umzulegen, steht eine unnachgiebige Testphase an. Diese letzte Prüfung vor dem Livegang ist Ihre wichtigste Versicherung gegen peinliche Fehler und frustrierte Nutzer. Ein gründlicher Testlauf, der im Projektplan für den Website-Relaunch fest verankert ist, verhindert, dass kleine Bugs zu großen Problemen werden. Hier geht es nicht nur darum, ob die Seite hübsch aussieht, sondern ob sie einwandfrei funktioniert.


Zwei Personen betrachten Daten auf einem Computerbildschirm und einem Tablet. Der Bildschirm zeigt 'Go-Live & Optimierung' und verschiedene Diagramme.


Die ultimative Pre-Launch Checkliste


Bevor der Sekt kaltgestellt wird, muss Ihr Team systematisch alle Funktionen auf Herz und Nieren prüfen. Ein chaotischer Testprozess ist genauso schlimm wie gar keiner. Gehen Sie die folgenden Punkte methodisch durch und dokumentieren Sie jeden Fund:


  • Funktionalität prüfen: Funktionieren wirklich alle Links, Buttons und Formulare? Lassen sich Produkte in den Warenkorb legen? Kommen E-Mails aus dem Kontaktformular auch wirklich an?

  • Browser- und Geräte-Kompatibilität: Die Seite muss in allen gängigen Browsern (Chrome, Firefox, Safari, Edge) und auf verschiedenen Endgeräten – vom Desktop über Tablets bis zum Smartphone – fehlerfrei dargestellt werden und gut aussehen.

  • Inhalte kontrollieren: Sind alle Texte korrekt formatiert? Werden alle Bilder und Videos sauber geladen? Ganz wichtig: Nirgendwo darf mehr Blindtext oder ein Platzhalterbild versteckt sein.

  • SEO-Migration verifizieren: Das ist der kritischste Punkt. Überprüfen Sie stichprobenartig, ob Ihre 301-Weiterleitungen korrekt auf die neuen Zielseiten verweisen. Sind alle Seitentitel und Meta-Descriptions vorhanden?


Der Ablaufplan für den Launch-Tag


Der Tag des Go-Live selbst sollte so unspektakulär wie möglich ablaufen. Idealerweise wählen Sie dafür eine Zeit mit wenig Traffic, zum Beispiel nachts oder am ganz frühen Morgen. Erstellen Sie einen minutengenauen Ablaufplan, der genau festlegt, wer wann welche Aufgabe erledigt.


Dieser Plan sollte auch ein klares Rollback-Szenario enthalten: Was passiert, wenn etwas gründlich schiefgeht? Wie schnell kann die alte Seite wiederhergestellt werden? Wenn der Launch reibungslos verläuft, ist die erste Amtshandlung, die Live-Seite erneut zu crawlen und die wichtigsten Funktionen nochmals zu testen.


Ein reibungsloser Launch ist kein Zufall, sondern das Ergebnis akribischer Vorbereitung. Der Plan für den Launch-Tag gibt dem gesamten Team die Sicherheit, auch unter Druck souverän zu handeln und auf unerwartete Probleme vorbereitet zu sein.

Nach dem Launch ist vor der Optimierung


Herzlichen Glückwunsch, Ihre neue Website ist online! Jetzt beginnt die wirklich entscheidende Arbeit: das Monitoring und die kontinuierliche Verbesserung. Gerade die ersten Wochen nach dem Relaunch sind essenziell, um den Erfolg zu messen und die Seite datenbasiert zu optimieren.


Behalten Sie die zu Beginn definierten KPIs (Key Performance Indicators) ganz genau im Auge. Beobachten Sie, wie sich Ihre wichtigsten Metriken entwickeln. Es geht darum zu verstehen, wie echte Nutzer mit der neuen Seite interagieren und wo es möglicherweise noch Reibungsverluste gibt.


Welche KPIs wirklich zählen


Verlieren Sie sich nicht in einem Dschungel aus Zahlen. Konzentrieren Sie sich auf die Metriken, die den Geschäftserfolg direkt widerspiegeln:


  1. SEO-Performance: Beobachten Sie täglich Ihre Rankings für die wichtigsten Keywords. Behalten Sie die organische Sichtbarkeit und die Anzahl der indexierten Seiten in der Google Search Console im Blick.

  2. Nutzerverhalten: Analysieren Sie die Absprungrate (Bounce Rate), die durchschnittliche Sitzungsdauer und die Seiten pro Sitzung. Steigen oder fallen diese Werte im Vergleich zur alten Seite?

  3. Conversion-Rate: Das ist die wichtigste Kennzahl von allen. Wie viele Besucher füllen ein Kontaktformular aus, kaufen ein Produkt oder laden ein Whitepaper herunter? Hier entscheidet sich der ROI Ihres Projekts.

  4. Technische KPIs: Die Ladegeschwindigkeit ist hierbei von zentraler Bedeutung. Schnelle Websites erzielen nachweislich bis zu 70 Prozent höhere Conversion-Raten. Google belohnt performante Seiten weiterhin, da die User Experience entscheidend ist: 88 Prozent der Nutzer kehren nach einer schlechten Erfahrung nicht mehr zurück. Kontinuierliche Optimierung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Website für bessere Ergebnisse optimieren können auf rossi-concept.de.


Der Projektplan für den Website-Relaunch endet also nicht mit dem Go-Live. Er muss zwingend auch die Phase der Post-Launch-Analyse und der fortlaufenden Optimierung beinhalten. Denn eine erfolgreiche Website ist niemals „fertig“ – sie ist ein dynamisches Werkzeug, das sich ständig weiterentwickeln muss, um nachhaltig zum Unternehmenserfolg beizutragen.


Die brennendsten Fragen zum Projektplan für Ihren Website-Relaunch


In der täglichen Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen stoßen wir immer wieder auf dieselben Fragen, sobald es an die konkrete Planung eines Website-Relaunches geht. Damit Sie als Entscheider schnell die nötige Klarheit bekommen, habe ich die häufigsten hier kurz und auf den Punkt gebracht.


Wie lange dauert ein Website-Relaunch wirklich?


Diese Frage ist absolut berechtigt, aber die einzig ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Eine Pauschalaussage wäre unseriös. Die Dauer hängt immer direkt von der Komplexität Ihres Vorhabens ab und sollte in einem realistischen Projektplan detailliert abgebildet werden.


Aus unserer Projekterfahrung kann ich Ihnen aber eine grobe Orientierung geben:


  • Eine überschaubare Unternehmenswebsite, bei der es primär um Information und Lead-Generierung geht, ist oft in 8 bis 12 Wochen realistisch umsetzbar.

  • Ein komplexer Online-Shop mit Anbindung an ein Warenwirtschafts- oder CRM-System, individuellen Funktionen und einer aufwendigen Datenmigration kann sich gut und gerne über 6 bis 9 Monate oder sogar länger erstrecken.


Ein professioneller Projektplan gibt Ihnen von Anfang an eine transparente Einschätzung. Wichtig ist, dass er auch Pufferzeiten für Feedbackschleifen und unvorhergesehene Hürden berücksichtigt, denn die gibt es in jedem Projekt.


Was sind die größten Fehler bei einem Relaunch?


Leider sehen wir immer wieder dieselben kostspieligen Fehler, die man mit einer sauberen Planung hätte vermeiden können. Wenn Sie diese drei typischen Fallstricke kennen und von vornherein umschiffen, sind Sie schon einen riesigen Schritt weiter.


Die drei häufigsten und teuersten Fehler, die Sie vermeiden sollten:


  1. Unvollständige SEO-Planung: Eine lückenhafte 301-Weiterleitungs-Map oder vergessene On-Page-Optimierungen führen fast garantiert zu massiven Ranking-Verlusten. Das ist der Klassiker schlechthin.

  2. Vernachlässigte mobile User Experience: Über 50 % des Traffics kommt heute von Smartphones. Wenn die mobile Ansicht nur ein liebloser Kompromiss ist, verlieren Sie Nutzer und damit auch potenzielle Kunden. Das ist keine Kür mehr, sondern Pflicht.

  3. Fehlende Ziele und KPIs: Ohne klar definierte, messbare Ziele (z. B. "Steigerung der Kontaktanfragen um 15 %") lässt sich der Erfolg des Relaunches nicht bewerten und die Investition gegenüber der Geschäftsführung nicht rechtfertigen.


Welches Budget sollte ich für einen Relaunch einplanen?


Um es direkt zu sagen: Für eine professionelle Website, die Ihr Unternehmen adäquat repräsentiert und aktiv zur Geschäftsentwicklung beiträgt, sollten Sie mit einem soliden fünfstelligen Betrag rechnen. Billiglösungen führen fast immer zu teuren Nachbesserungen und Folgekosten, die das ursprüngliche Budget bei Weitem sprengen.


Die entscheidenden Kostenfaktoren, die Ihr Budget maßgeblich beeinflussen, sind:


  • Der Grad der Individualisierung beim Design.

  • Komplexe technische Anforderungen wie Schnittstellen zu Drittsystemen (ERP, CRM etc.).

  • Der Umfang der professionellen Content-Erstellung – also Texte, Fotos und Videos.

  • Die fortlaufende SEO-Betreuung nach dem Launch, um die Sichtbarkeit zu sichern und weiter auszubauen.


Ein Relaunch ist eine Investition in Ihr digitales Aushängeschild und Ihren wichtigsten Vertriebskanal. Betrachten Sie das Budget nicht als reinen Kostenpunkt, sondern als strategische Investition in Ihr zukünftiges Wachstum.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Relaunch?


Ein Relaunch sollte nie aus einer Laune heraus gestartet werden, sondern immer dann, wenn klare geschäftliche Gründe dafürsprechen. Hören Sie auf die Signale, die Ihnen Ihr Geschäft, Ihre Kunden und Ihre Mitarbeiter senden.


Ein Relaunch ist dringend anzuraten, wenn:


  • Ihre Website Ihre aktuellen Geschäftsziele nicht mehr unterstützt oder abbildet.

  • Die Technik veraltet ist und dadurch Sicherheitslücken oder Performance-Probleme entstehen.

  • Die User Experience nachweislich schlecht ist (z. B. hohe Absprungraten, negatives Feedback).

  • Sie Ihre Marke neu positionieren oder Ihr Leistungsportfolio grundlegend geändert haben.


Letztendlich ist ein Relaunch immer eine strategische Geschäftsentscheidung und kein rein kosmetisches Update.



Ein durchdachter Projektplan ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Website-Relaunch, der Ihr Unternehmen digital wirklich nach vorne bringt. Wenn Sie auf der Suche nach einem erfahrenen Partner sind, der Strategie, Kreativität und messbare Ergebnisse verbindet, dann ist OCTA MEDIA für Sie da. Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch herausfinden, wie wir Ihre digitale Präsenz gemeinsam auf das nächste Level heben können. Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen auf octa-media.de.


 
 
 

Kommentare


bottom of page